07:56 03 Dezember 2020
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    Die Polizei hat am Freitag eine Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt aufgelöst.

    Die Kundgebung war unter dem Motto „Justice for Floyd – stop killing blacks – stop the racial terrorism in the USA“ („Gerechtigkeit für Floyd – stoppt die Ermorgung von Schwarzen – stoppt Rassenterrorismus in den USA“) angemeldet worden.

    Laut einer Polizeisprecherin kamen etwa 3100 Menschen statt der angekündigten 250 Teilnehmer am Nachmittag zum US-Konsulat am Alsterufer.

    Trotz Durchsagen der Beamten verstießen die Menschen gegen die coronabedingten Auflagen wie Abstandhalten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

    Nach nur einer halben Stunde wurde die Versammlung von der Polizei offiziell für beendet erklärt, die Demonstranten blieben allerdings. Die Beamten nahmen Gespräche mit der Versammlungsleitung auf, um die Ansammlung zu beenden.

    Tod von Floyd

    In Minneapolis und weiteren US-Städten sowie in vielen europäischen Städten kommt es nach dem Tod des Schwarzen George Floyd zu teils gewaltsamen Protesten und friedlichen Demonstrationen.

    Floyd war am 25. Mai nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) ums Leben gekommen. Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Bei ihm handelt es sich um den weißen Polizisten, der sein Knie minutenlang auf den Hals von Floyd gedrückt hatte.

    Der 46-Jährige hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, was auf einem Video festgehalten wurde. Der Schwarze wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Die Untersuchungen gegen die drei anderen Polizisten dauern an.

    mo/mt/dpa

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