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    Neue Normalität in der Corona-Pandemie: Lockerungen weltweit (115)
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    Die Corona-Warn-App ist mit knapp 12 Millionen Downloads erfolgreich gestartet. Allerdings reißt die Debatte nicht ab, warum die App nicht auf noch mehr älteren Smartphones läuft. Die größten Bedenken der Skeptiker betreffen aber nicht die Systemvoraussetzungen.

    Die Bundesregierung hat Verständnis für die Kritik gezeigt, dass die Corona-Warn-App auf älteren Smartphones nicht läuft. „Natürlich würde man sich wünschen, dass (...) jeder mit jedem alten Smartphone damit arbeiten könnte, aber es gibt da technische Gründe, die durch ein politisches Wollen der Bundesregierung nicht wegzuwischen sind“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die App nutze neue Techniken und Sicherheitsverfahren, die ältere Smartphones nicht leisteten. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren hätten die Entwickler an der App gearbeitet.

    „Sie läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen Smartphones“, sagte er.

    Die Entwickler hätten zugesagt, noch einmal zu überprüfen, ob eine Steigerung möglich ist. Knapp eine Woche nach dem Start wurde die Corona-Warn-App nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen bereits 11,8 Millionen Mal heruntergeladen.

    Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App steht seit vergangenem Dienstag zum Download bereit. Sie kann messen, ob sich App-Nutzer mit ihren Smartphones über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auf Kassenkosten testen lassen.

    Zweifel an Verfahren und Datenschutz

    Viele Menschen in Deutschland zweifeln jedoch daran, dass die Messungen über den Kurzstreckenfunk Bluetooth tatsächlich relevante Ergebnisse liefern und das Verfahren geeignet ist, die Pandemie einzudämmen. Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov äußerten die Personen, die zum Zeitpunkt der Befragung die App nicht installiert hatten, mit 27 Prozent am häufigsten Zweifel daran, dass die App etwas nützt.

    Fast genauso häufig (26 Prozent) nennen Nicht-Nutzer die Sorge, dass ihre Daten nicht sicher sind sowie dass sie sich mit der App durch den Staat überwacht fühlen würden (25 Prozent). Die Sorge vor Überwachung nennen Befragte der Generation Z (18 bis 24 Jahre; 33 Prozent) häufiger als Befragte ab 55 Jahren (20 Prozent). 21 Prozent der befragten Nicht-Nutzer begründen ihre Nicht-Installation damit, dass das Bluetooth ihres Smartphones dauerhaft eingeschaltet sein müsste.

    Für eine knappe Mehrheit der Gesamtbefragten (51 Prozent) ist es unwahrscheinlich, dass sie die App (weiterhin) nutzen werden. Nur für 37 Prozent ist es wahrscheinlich. 12 Prozent machen dazu keine Angabe.

    as/dpa

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