09:35 12 August 2020
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    Bayerns Ministerpräsident und der CSU-Chef Markus Söder hat sich am Montag in München vor einer Vorstandssitzung seiner Partei über die Popularität der Union ausgesprochen.

    Die Union kam in Umfragen zuletzt auf Werte um 37 Prozent. Söder warnte jedoch, dass die Unionsparteien sich angesichts hoher Umfragewerte nicht in falscher Sicherheit für die Bundestagswahl im kommenden Jahr wiegen dürften.

    „Die hohen Umfragewerte jetzt sind meiner Meinung nach prioritär der Bundeskanzlerin geschuldet.“

    Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte angekündigt, bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten, und damit eine Nachfolgedebatte ausgelöst. Am Montag sagte der bayerische Ministerpräsident, die Schwesterpartei CDU habe viele „Top-Kandidaten“, und lobte ausdrücklich die Regierungsarbeit des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und CDU-Landeschefs Armin Laschet sowie den deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

    „Ich finde auch, dass Armin Laschet das jetzt in NRW, von außen betrachtet, sehr, sehr stabil und sehr stringent gemacht hat“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den CSU-Chef. „Dass ich Jens Spahn schätze, das wissen Sie, dass ich viel von ihm halte, auch. Er gehört sicherlich zu den großen Hoffnungsträgern, die die CDU hat.“

    Söder genießt als bayerischer Ministerpräsident hohe Popularität. Ihm werden Ambitionen auf die Kanzlerschaft nachgesagt. In seiner Rede vom Montag schloss Söder jedoch für sich selbst einen Wechsel nach Berlin erneut aus.

    „Mein Platz ist natürlich immer in Bayern“, so der Politiker.

    Nachfolge für CDU-Spitze

    Die Christdemokraten wollen auf einem Parteitag Ende des Jahres die Nachfolge der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer klären. Als aussichtsreiche Bewerber gelten der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Anschließend soll mit der CSU über einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten beraten werden.

    Die Partei steht 75 Jahre nach ihrer Gründung 1945 vor einer Neuaufstellung. Nach der Ära von Kanzlerin Angela Merkel, die die CDU von 2000 bis 2018 geführt hatte, sehen viele die Partei dann auch vor einer Neuausrichtung.

    mo/mt/rtr/dpa

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