02:05 05 August 2020
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    Mit einem neuen Freiwilligendienst will die Bundeswehr ab April 2021 bis zu 1000 zusätzliche Kräfte anwerben.

    Am Donnerstag präsentierte die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den neuen Dienst unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“. Er soll sechs Monate plus mehrere Monate in den sechs folgenden Jahre dauern und dem Heimatschutz, also den Einsätzen wie bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, dienen.

    Laut Karrenbauer solle der neue Freiwilligendienst den bereits bestehenden Dienst ergänzen, der nach Aussetzung der Wehrpflicht im Juli 2011 gestartet worden war. Dieser dauert von sieben bis 23 Monate und dient unter anderem der Rekrutierung von Zeit- und Berufssoldaten.

    Was die von der neuen Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) vorgeschlagene Rückkehr zur Wehrpflicht angeht, so lehnte die Bundesverteidigungsministerin diese Initiative ab. Högl hatte die Debatte im Zusammenhang mit rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr angestoßen.

    Die Verteidigungsministerin betonte aber, dass sie weiterhin für eine allgemeine Dienstpflicht sei, die dann auch soziale Dienste einbezieht.

    „Die Debatte um die Dienstpflicht nimmt ja Fahrt auf. Ich bin eher eine Anhängerin einer Pflicht“, sagte Kramp-Karrenbauer.

    Sie verwies aber darauf, dass dafür das Grundgesetz mit Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat geändert werden müsse.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Debatte, Wehrpflicht, Schutz, Heimat, Armee-Rekruten, Dienst, Freiwillige, Bundeswehr, Annegret Kramp-Karrenbauer