05:47 04 August 2020
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    Ein für soziale Medien zuständiger Mitarbeiter der Bundeswehr ist aufgrund des Rechtsextremismus-Verdachts vorübergehend von seinen Aufgaben entbunden worden.

    Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Christian Thiels, mitteilte, handele es sich dabei um einen „Referenten ohne Leitungsfunktion“ aus einem Referat des Presse- und Informationsstabs des Ministeriums. Laut Thiels befasse sich dieses Referat mit einem kleinen Teil der Social-Media-Aktivitäten der Bundeswehr. Nach den ersten Hinweisen auf die Vorwürfe seien sofort Ermittlungen gegen den Mitarbeiter eingeleitet worden.

    Ferner sagte Thiels, dass er sich zu weiteren Details dieser Situation aus rechtlichen Gründen nicht äußern dürfe. Allerdings wies der Sprecher der Bundeswehr darauf hin, dass in der Bundeswehr eine „Null-Toleranz-Linie“ gegenüber Rechtsextremismus gelte.

    Bundeswehr-Angehöriger äußert sich zu Vorwürfen

    Nach Angaben des ARD-Politikmagazins soll der Oberstleutnant Marcel Bohnert auf dem sozialen Netzwerk Instagram mit einem Anhänger der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Identitären Bewegung in Verbindung gewesen sein und dessen Beiträge positiv kommentiert haben.

    Medienberichten zufolge gab Bohnert zu, das er „einen großen Fehler“ gemacht hätte. Außerdem entschuldigte sich der Bundeswehr-Mitarbeiter für das Geschehene und distanzierte sich von der Identitären Bewegung. Der Referent gab auch an, Screenshots seiner "Gefällt mir"-Kommentare gesichert und an das Verteidigungsministerium weitergeleitet zu haben.

    „Ich war nicht aufmerksam genug, habe darauf vertraut, dass das, was mir aus meiner Community reingespielt wird, schon in Ordnung ist. Das war naiv. Und es tut mir leid“, sagte Bohnert gegenüber "Bild".

    Schließlich unterstrich Bohnert, dass er mit Rechtsradikalen nichts zu tun habe, und äußerte zudem die Hoffnung, dass er eines Tages auf seinen Posten zurückkehren könne.

    ac/mt/dpa

     

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    Tags:
    Bewegung, Rechtsradikale, Ermittlungen, Mitarbeiter, Verdacht, Rechtsextremismus, Bundeswehr