05:23 15 August 2020
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    Beim Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück sind im Zuge der routinemäßigen Kontrollen 30 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Allerdings geht es nach Angaben des Konzerns um sogenannte Altfälle – bei denen das Virus schon früher festgestellt worden und noch immer nachweisbar sei.

    Laut dem Unternehmenssprecher André Vielstädte seien die 30 Mitarbeiter wie alle anderen Beschäftigten beim Arbeitsantritt im Werk nach der wochenlangen Zwangspause getestet worden, wie es zuvor mit den Behörden abgestimmt worden sei.

    Nach rund 24 Stunden habe das Ergebnis vorgelegen, dann seien die Beschäftigten unmittelbar für den Betrieb gesperrt und in Quarantäne geschickt worden. Es werde noch ermittelt, ob tatsächlich alle 30 infizierten Mitarbeiter einen Tag lang eingesetzt waren.

    Vielstädte zufolge muss bei acht der 30 Mitarbeiter noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar ist. Nach einer Infektion könne das Ergebnis noch bis zu zehn Wochen lang positiv ausfallen, obwohl der Betroffene nicht mehr ansteckend sei.

    Wiederaufnahme des Betriebs

    Beim Fleischverarbeiter Tönnies läuft nach der vierwöchigen Stilllegung nun wieder der Betrieb im besonders vom Coronavirus betroffenen Zerlegebereich. Zunächst soll die Fleischverarbeitung am Hauptstandort Rheda-Wiedenbrück allerdings nur als Probelauf und unter enger Aufsicht der Behörden stattfinden. Nun setzt Tönnies auf neue Filtertechnik, Trennscheiben und mehr Frischluft. Die jetzt aufgestellten Filter ermöglichten es, im gesamten Zerlegebereich, in dem sich das Virus ausgetobt habe, innerhalb von einer Stunde die Luft drei Mal komplett auszutauschen, sagte der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU).

    Allerdings hatte die Wiederaufnahme des Schlacht- und Zerlegebetriebs beim Tönnies-Schlachthof in der vergangenen Woche zu mehreren Protesten geführt.

    Corona-Ausbruch beim Tönnies-Schlachthof

    Im Juni hatten sich bei Tönnies über 1500 Mitarbeiter mit dem Coronavirus  infiziert. Der Betrieb wurde daraufhin geschlossen. Das Familienunternehmen Tönnies ist weltweit aktiv und setzte 2018 mit rund 16.500 Mitarbeitern 6,65 Milliarden Euro um. Zum Kerngeschäft gehört die Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung von Schweinen und Rindern.

    ac/mt/dpa/sna

     

     

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    Tags:
    Ausbruch, Betrieb, Wiederaufnahme, Coronavirus, Infektionen, Mitarbeiter, Konzern, Tönnies