00:11 30 November 2020
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    Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht.

    „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen können. Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag.

    Zuletzt hatte das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit drei Monaten mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Freitagmorgen hieß. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht.

    Was die Voraussetzungen für eine mögliche Rückkehr zu einem Lockdown betrifft, so sprach sich Spahn in erster Linie für regionale Einschränkungsmaßnahmen aus. Er betonte, es gebe nicht „die eine Zahl, auf die alles reduziert werden kann“. Es gebe aber „den Steigerungsfaktor - also um wie viel dynamischer das Infektionsgeschehen wird“. Dabei teilte der Bundesgesundheitsminister mit, dass das Gesundheitswesen mit 1000 Neuinfektionen pro Tag umgehen könne.

    Keine härteren Strafen für Verstöße gegen Corona-Regeln

    Rufen nach pauschal höheren Strafen für Verstöße gegen die Corona-Regeln erteilte Spahn eine Absage.

    „Die Behörden vor Ort entscheiden im konkreten Fall, welches Bußgeld die Wenigen zahlen müssen, die nicht ausreichend auf sich und andere aufpassen. Spielraum dazu ist ausreichend vorhanden“, sagte er.

    Keine Panik wegen gestiegener Zahl von Neuinfektionen

    Trotz der Tatsache, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland die Schwelle von 1000 Corona-Fällen pro Tag überschritt, zeigte sich der Bonner Virologe Hendrik Streeck davon nicht beunruhigt. 

    „Zurzeit haben wir keine wesentliche Zunahme von schweren Coronafällen auf den Intensivstationen zu verzeichnen, obwohl seit gut einer Woche die Infektionszahlen gestiegen sind“, sagte der Arzt.

    Laut Streeck dürfe man nicht bei jedem Anstieg der Infektionszahlen in Panik geraten, weil das Virus bleiben werde. Vielmehr bestehe das Ziel nun darin, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und jedem einzelnen Bürger die bestmögliche Versorgung zu garantieren.

    Corona-Lage in Deutschland

    Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt die Gesamtzahl der Corona-Fälle 214.214 (Stand: Freitag). Davon sind bislang 9.183 Corona-Patienten gestorben.

    ac/mt/dpa

     

     

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    Tags:
    Umgang, Gesundheitswesen, Anstieg, Zahlen, Infektion, Deutschland, Coronavirus, Jens Spahn