08:22 27 Oktober 2020
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    Das Bundesverteidigungsministerium hat einen Cyberangriff auf die Servicegesellschaft für den Fuhrpark der Bundeswehr und den Fahrdienst des Bundestags registriert.

    „In der vergangenen Woche gab es einen Angriff eines noch nicht identifizierten Externen auf das IT-Netz des Unternehmens“, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag mit.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums erfuhr es von dem Vorfall bereits am 13. August. Seitdem laufen intensive Untersuchungen, um konkrete Ziele des Angriffs zu klären, so die Behörde.

    Die BW-Fuhrpark Service GmbH (BwFPS) ist ein bundeseigenes Unternehmen - eine sogenannte Inhousegesellschaft des Bundes - und übernimmt auch den Fahrdienst für das Parlament und Politiker. Die Gesellschaft hat einen eigenen Datenbestand und eine IT-Struktur. Sie gehört zu 75,1 Prozent dem Verteidigungsministerium und zu 24,9 Prozent der Deutschen Bahn AG.

    Alle Netzverbindungen nach außen und in Richtung der Kunden - Verteidigungsministerium, Bundeswehr, Bundestag - seien „unmittelbar gekappt“ worden, so das Ministerium. Außerdem habe die Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaft nach Angaben des Ministeriums ein Unternehmen eingeschaltet, das auf die Analyse und Behebung von Schäden bei Vorfällen dieser Art spezialisiert sei. Noch dazu habe das Verteidigungsministerium der Gesellschaft seine Unterstützung angeboten - IT-Spezialisten der Bundeswehr seien vor Ort im Einsatz.

    Im vergangenen Jahr gab es Medienberichten zufolge 142.000 Chauffeurfahrten für die Abgeordneten. Das Unternehmen habe den Bundestag am Freitag über den Angriff informiert. Damit könnten die Angreifer sensible Daten wie private Wohnadressen von Bundestagsabgeordneten erbeutet haben.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Bundeswehr, Verteidigungsministerium, Bundestag, Fahrdienstanbieter, Hackerangriff