12:44 29 September 2020
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    Im Bundesvorstand der FDP soll es bald zu Änderungen kommen, melden Nachrichtenagenturen am Montag.

    FDP-Chef Christian Lindner gab laut der Agentur Reuters Generalsekretärin Linda Teuteberg den Laufpass und will der DPA zufolge Volker Wissing, derzeit Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, schon auf dem Parteitag im September als Generalsekretär durchsetzen.

    Die Änderungen im Spitzenpersonal seien notwendig wegen der veränderten Lage im Land, erklärte Lindner am Montag in Berlin mit Blick auf die Corona-Krise und deren wirtschaftliche Folgen. Hier wünsche er sich mehr Unterstützung. Beschlossen werden sollen die personellen Veränderungen vom Bundesparteitag im September.

    Teuteberg habe gesagt, sie wolle der Partei eine Hängepartie ersparen, will die DPA am Rande der FDP-Gremiensitzungen erfahren haben.

    Linder will demnach seine Partei, die in Umfragen derzeit bei fünf bis sieben Prozent liegt, offensichtlich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 neu aufstellen. So soll mit großer Wahrscheinlichkeit der frühere SPD-Politiker Harald Christ, der erst im März zur FDP kam, neuer Schatzmeister werden.

    Kritik der „ganzen Posse“

    Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in den neuen Bundesländern an. Sie gilt nach DPA-Angaben als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition.

    Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, kritisierte am Morgen in einer Sendung des deutschen Fernsehsenders ARD im Zusammenhang mit der Debatte um Teuteberg „die ganze Posse“, die der Partei „überhaupt nicht gut“ tue.

    „Es ist an der Zeit, jetzt wirklich den Turbo anzuschmeißen, weil wir haben in gut einem Jahr eine Bundestagswahl“, sagte Schröder in einem auf der Webseite des Senders veröffentlichten Video.

    Die nächste Bundestagswahl findet planmäßig im September 2021 statt. Laut aktuellen Umfragen zur 20. Bundestagswahl kann keine der bisher auf Bundesebene erprobten Koalitionen eine Mehrheit erreichen. Nach Expertenschätzungen ist nach der nächsten Bundestagswahl höchstwahrscheinlich Schluss für die Große Koalition (CDU/CSU und SPD).

    mo/mt/rtr/dpa

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    Deutschland, FDP