16:38 18 September 2020
SNA Radio
    Deutschland
    Zum Kurzlink
    212152
    Abonnieren

    Im Prozess um die tödliche Gleisattacke am Frankfurter Hauptbahnhof hat sich der Beschuldigte zu der Tat geäußert. Der Beschuldigte soll einen Jungen und seine Mutter Ende Juli vergangenen Jahres vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Achtjährige kam ums Leben, die Mutter konnte sich in letzter Minute retten.

    „Es tut mir unendlich leid, ganz besonders für die Familie”, hieß es in einer Erklärung, die der Anwalt des Mannes zum Prozessbeginn am Mittwoch abgab. Der Beschuldigte soll einen Jungen und seine Mutter Ende Juli vergangenen Jahres vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Achtjährige kam ums Leben, die Mutter konnte sich in letzter Minute retten. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen. (Az.: 3390 Js 234079/19)

    Der Anwalt des Vaters des getöteten Jungen, der als Nebenkläger auftritt, lehnte die Entschuldigung im Namen seines Mandanten ab.

    „Mein Mandant wird diese Entschuldigung nicht annehmen, denn es gibt keine Entschuldigung für das, was getan wurde”, sagte Anwalt Ulrich Warncke in einer Prozesspause vor Journalisten.

    Der aus Eritrea stammende Tatverdächtige ist nach einem vorläufigen psychiatrischen Gutachten wegen einer psychischen Erkrankung schuldunfähig.

    Die Staatsanwaltschaft hat ihn deshalb nicht angeklagt, sondern beantragt in einem sogenannten Sicherungsverfahren seine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie, da eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass er weitere Taten begehe. Er hatte zuletzt in der Schweiz gelebt.

    Bei der Tat am 29. Juli 2019 wurde auch eine damals 78-Jährige verletzt, die der Angreifer ebenfalls gestoßen haben soll, sie stürzte auf den Bahnsteig. Der Mann floh, doch Passanten verfolgten ihn und er konnte außerhalb des Bahnhofs festgenommen werden. Der Fall löste auch eine Debatte über die Sicherheit an Bahnsteigen aus.

    ai/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Fall Nawalny: Deutsche Eliten und „Ausdruck eines Niedergangs“ – Experte Fischer knallhart
    Fall Nawalny: Deutschland und OPCW weichen Antworten auf Russlands Fragen aus – Lawrow
    Nord Stream 2: Versorgungsschiff „Iwan Sidorenko“ kehrt nach Kaliningrad zurück
    Tags:
    Mutter, Junge, tot, Attacke, ICE, Frankfurt am Main, Deutschland