23:31 18 September 2020
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    Die Familie des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet meint, direkt von Karl dem Großen abzustammen. Das meldet die dpa am Mittwoch unter Berufung auf die Journalisten Tobias Blasius und Moritz Küpper. Die Nachricht sorgte aber für viele spöttische Reaktionen seitens der Internetbenutzer.

    Blasius und Küpper verfassten die erste Biografie über den NRW-Ministerpräsiden unter dem Titel „Der Machtmenschliche“, die am Freitag erscheint. Den Journalisten zufolge trugen Laschets Bruder Patrick detailliert Stammbäume zusammen und erstellten eine Auflistung, die von Karl dem Großen (747/748-814) in insgesamt 40 Schritten zu Laschet und seinen Brüdern führe.

    Der geborene Aachener Laschet bewundert laut der Agentur Karl den Großen. Der CDU-Politiker hat in seinem Büro in der Düsseldorfer Staatskanzlei eine goldene Karl-Büste aufstellen lassen.

    Reaktionen

    Die Information über Laschets Vorfahren schien Internetbenutzer eher amüsiert als beeindruckt haben. Viele Twitterer wiesen darauf hin, dass Karl der Große vor rund 40 Generationen gelebt habe. Von ihm stammen wahrscheinlich „alle Mitbürger mit europäischen Wurzeln“ ab, schrieb der User unter dem Namen Hans Zauner.

    Einige Kommentatoren brachten die Info scherzhaft mit der anstehenden Wahl eines neuen CDU-Parteivorsitzenden zusammen. Laschet, der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sowie der frühere Unionsfraktionschef Merz treten an.

    Der Linken-Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin meinte etwa auf Twitter, nach dem Bekanntwerden von Laschets möglicher Abstammung dürfte seiner Kanzlerschaft „wohl nichts mehr im Wege stehen“.

    Rücktritt von AKK

    Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Februar angekündigt, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten und in absehbarer Zeit auch den Parteivorsitz abzugeben. Dieses Amt hatte AKK erst 14 Monate zuvor übernommen. Die CDU-Politikerin erklärte jedoch, weiterhin im Amt der Verteidigungsministerin zu bleiben.

    Kramp-Karrenbauer galt lange als Merkels Nachfolgerin. In den letzten Monaten stand sie aber immer wieder in der Kritik, parteiintern soll ihr auch Führungsschwäche vorgeworfen worden sein.

    Die überraschende Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten im Thüringer Landtag brachte das Fass zum Überlaufen – denn neben der CDU hatten die Stimmen der AfD-Fraktion dieses Ergebnis erst möglich gemacht.

    mo/mt/dpa

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