15:31 30 Oktober 2020
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    Für den offenen Umgang mit ihrer Brustkrebs-Erkrankung wird Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit dem Preis „YES!Award” ausgezeichnet.

    Es sei ihr gelungen, zahlreiche Betroffene zu ermutigen, ihre Isolation zu verlassen und offen über ihre Erkrankung zu sprechen, sagte Jörg A. Hoppe, Gründer der digitalen Selbsthilfegruppe „yeswecan!cer”, die den Preis gestiftet hat.

    In der Begründung wurde die Behutsamkeit, mit der Schwesig ihre Sorgen thematisiert, gelobt. Erwähnt wurde auch der Pragmatismus beim Regeln aller Angelegenheiten und die Sensibilität, die in ihrer Kommunikation über den Krebs zum Ausdruck komme. Sie habe das Thema in das Bewusstsein vieler Menschen gerückt, die es bisher verdrängt hatten, und einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung der Volkskrankheit geleistet.

    „Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen zunächst einmal ein Schock. Mit anderen darüber zu sprechen, kostet Überwindung. Und dagegen anzukämpfen ist eine Mammutaufgabe”, sagte Schwesig, die im September vergangenen Jahres ihre Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Jeder müsse seinen eigenen Umgang damit finden. Sie habe gute Erfahrung damit gemacht, ihre Krebserkrankung offen anzusprechen.

    Der Preis soll am 26. September im Rahmen des ersten digitalen Krebs-Kongresses „YES!CON” in Berlin überreicht werden. Ziel sei es, Krebskranke so zu ermutigen, dass sie nicht ausschließlich auf ihre Krankheit reduziert werden.

    dpa

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    Tags:
    Krebs, Manuela Schwesig