07:21 27 Oktober 2020
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    Deutschland verliert bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit an Boden. Dies geht aus der jüngsten Studie der privaten Wirtschaftshochschule IMD in Lausanne hervor.

    In einer von der Wirtschaftshochschule zusammengestellten Rangliste fiel die Bundesrepublik auf den 18. Platz unter 63 Ländern zurück, wobei Deutschland im Jahr 2016 noch auf Platz 15 gelegen hatte.

    Die Ökonomen untersuchen, wie stark Länder auf digitale Technologien setzen. Das könne ein wichtiger Indikator dafür sein, wie gut Länder durch die Corona-Pandemie kommen, so die Hochschule. Auf den ersten Plätzen standen die USA, Singapur und Dänemark, das den Platz mit Schweden tauschte.

    „Deutschland hat zwar eine exzellente Forschung und gute Talente, aber es kommt bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit nicht richtig in die Gänge. Es hapert zum Beispiel an der technologischen Infrastruktur und an Investitionen in die Telekommunikation. Aber zu viele Deutsche kennen sich auch im digitalen Raum zu wenig aus. Da haben die Bildungsmaßnahmen bisher noch nicht genug gebracht“, sagte der IMD-Chefvolkswirt Christos Cabolis.

    Entsprechend landete Deutschland etwa bei den digitalen Fähigkeiten, der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, der Verfügbarkeit von drahtlosen Breitbandinternets und elektronischen Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger auf den hinteren Plätzen. Unter den ersten zehn sind neben den vier genannten Ländern auch Hongkong, die Schweiz, die Niederlande, Südkorea, Norwegen und Finnland. Es waren dieselben Top 10 wie im vergangenen Jahr, mit leichten Platzverschiebungen.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Studie, Rückstand, Digitalisierung, Deutschland