00:36 30 Oktober 2020
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    Die Bundeswehr beteiligt sich am Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg.

    Im Landkreis Spree-Neiße unterstützten 120 Bundeswehrsoldaten die Suche nach verendeten Tieren, bestätigte ein Sprecher der Streitkräftebasis am Donnerstag. Die sogenannte Fallwildsuche sei am Morgen vom Jägerbataillon 413 begonnen worden. Bei einem zweiten Antrag auf Amtshilfe, der noch bearbeitet werde, gehe es um veterinärmedizinische Unterstützung im Landkreis Oder-Spree.

    „Die Bundeswehr kann bei der Eindämmung der ASP insbesondere durch 'Helfende Hände' unterstützen“, teilte ein Bundeswehrsprecher mit.

    Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Brandenburg ausgeweitet und war in dieser Woche erstmals außerhalb der bisherigen Gefahrenzone aufgetreten. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das nationale Prüflabor, bestätigte am Mittwoch einen Fall eines infizierten Wildschweines bei Bleyen im Landkreis Märkisch-Oderland, einen Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt.

    Schweinepest in Deutschland

    Am 10. September hatte die Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) mitgeteilt, dass die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland bestätigt worden sei. Die Tierseuche ist bei einem toten Wildschwein in Brandenburg bestätigt worden. Die Virusinfektion ist für Menschen ungefährlich, aber für Wild- und für Hausschweine fast immer tödlich.

    Kurz danach stoppte Südkorea die Einfuhr von Schweinefleisch aus der Bundesrepublik. Auch China und Japan verhängten ein entsprechendes Importverbot.

    Im benachbarten Polen kursiert die Afrikanische Schweinepest seit Monaten. Im März wurde dort ein daran gestorbenes Wildschwein nur etwas mehr als zehn Kilometer vor der Grenze zu Deutschland entdeckt.

    ac/mt/dpa/sna

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    Tags:
    Wildschweine, Suche, Hilfe, Soldaten, Bundeswehr, Brandenburg, Afrikanische Schweinepest