13:44 30 Oktober 2020
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    Zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands hat die „Europa-Hauptstadt“ Brüssel mit ihrer bekannten Statue Manneken Pis an die Überwindung der deutschen Teilung erinnert.

    Der urinierende Bronze-Knabe wurde am Samstag in ein schwarz-rot-goldenes Kostüm gehüllt. Außerdem bekam er zum Einheitsfeiertag eine Europa-Flagge in die Hosentasche gesteckt.

    Die Aktion sollte die zentrale Rolle der europäischen Integration beim Ende des Kalten Krieges sowie beim Zusammenwachsen von Ost und West unterstreichen. Deutschlands Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus, hatte das spezielle Kleidungsstück zuvor übergeben.

    „Nur im europäischen Rahmen war die Wiedervereinigung vorstellbar“, sagte Kotthaus.

    Auf dem Oberteil von Manneken Pis war eine Linie zu erkennen, die die ehemalige deutsch-deutsche Grenze symbolisieren soll. Am Montag soll die Figur den Einheitsdress noch einmal tragen. Manneken Pis wird zu besonderen Anlässen häufig verkleidet.

    ​Am Abend lief in der Brüsseler Innenstadt eine Multimedia-Show mit Lichtprojektionen auf der Fassade des Rathauses. Videos, Fotos, Texte sowie Musik von Karat („Über sieben Brücken musst du gehen“), den Scorpions („Wind of change“) und Beethoven zeigten „Deutschland in Europa in all seinen Facetten“.

    Belgiens neue Außenministerin Sophie Wilmès, die davor ihre erste Rede im Amt hielt, sagte:

    „Die Wiedervereinigung war der Anfang eines neuen Kapitels – nicht nur in der Geschichte Deutschlands, sondern auch in der Geschichte Europas“, betonte Belgiens Außenministerin.

    30. Jahrestag der Wiedervereinigung

    Am Samstag feiert man in Deutschland den 30.Jahrestag der Wiedervereinigung. Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf, gemäß dem Einigungsvertrag vom 31. August 1990 als Staat zu existieren. Dieser Vertrag verankerte also den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland und erweiterte zudem den Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD auf die neuen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

    Am 12. September 1990 unterzeichneten die Außenminister der BRD, DDR, UdSSR, USA, Frankreichs sowie Großbritanniens den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag, der offiziell als Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland bezeichnet wird. Dieses Dokument garantierte unter anderem die Souveränität des künftigen deutschen Staates und trat am 15. März 1991 in Kraft.

    ac/mt/dpa/sna

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    Deutschland, Wiedervereinigung, Erinnerungen, Brüssel