07:44 27 Oktober 2020
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    In den sieben bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands sind laut einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ deutlich mehr als 30.000 Verfahren wegen der Verstöße gegen Corona-Regeln eingeleitet worden.

    Demnach seien in München bis Ende September gut 9.100 Verfahren durchgeführt worden, heißt es unter Berufung auf einen Sprecher des örtlichen Kreisverwaltungsreferats. Knapp davor liege Hamburg mit rund 11.000 Verfahren.

    In Stuttgart wurden dem Bericht zufolge seit April 4.745 Bußgeldverfahren bearbeitet. Frankfurt am Main habe rund 3.100 Verfahren eingeleitet, heißt es weiter, Düsseldorf 1.200. In Berlin seien die einzelnen Bezirke zuständig, wo es laut Bericht 4.400 Verfahren gebe - allerdings hätten nicht in allen Bezirken aktuelle Zahlen vorgelegen. Damit ergibt sich eine Gesamtsumme von gut 33.500 verzeichneten Bußgeldverfahren. Dabei fehlen Angaben aus Köln, wo nur Schätzungen vorliegen, mit wie vielen Einnahmen zu rechnen ist.

    Die Rheinmetropole prognostiziert diese demnach auf rund 430.000 Euro und liegt im Vergleich der befragten Städte im Mittelfeld. Für München werden in dem Bericht 1,2 Millionen Euro Einnahmen genannt, Hamburg liege knapp unter einer Million. Berliner Bezirke beziffern die Einnahmen demnach auf mindestens 120.000 Euro, wie es in dem Bericht heißt. Für Frankfurt und Düsseldorf werden die Einnahmen mit 275.000 und 112.000 Euro angegeben. Stuttgart hatte als einzige der angefragten Städte keine Angaben zu den Einnahmen gemacht.

    Corona-Lage in Deutschland

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 299.237 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.529. Das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag.

    Am Donnerstag hatte das Institut den Beginn einer bundesweiten Antikörper-Studie verkündet. Diese soll den Ärzten zeigen, wie viele Menschen in Deutschland schon eine Corona-Infektion überstanden haben. Laut dem RKI seien für die Analyse „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“ bereits 34.000 Erwachsene zur Teilnahme aufgefordert werden. Von Anfang Oktober bis voraussichtlich Ende Dezember würden Proben und Forschungsdaten erhoben.

    ac/mt/dpa/sna

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    Bericht, Deutschland, Großstädte, Verfahren, Verstöße, Regeln, Coronavirus