06:26 20 Oktober 2020
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    Der Deutsche Beamtenbund (dbb) droht eine Ausweitung der Warnstreiks im öffentlichen Dienst an, falls der Bund und die Kommunen kein akzeptables Angebot vorlegen.

    „Bislang verfolgten Verdi und wir eine Taktik der Nadelstiche. Vor dem 22. Oktober (wenn die dritte Verhandlungsrunde ansteht) werden wir die Warnstreiks aber sicher ausweiten, um die Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber zu erhöhen. Dazu gehören auch wieder Warnstreiks in Kitas und Kliniken“, sagte der Beamtenbund-Chef Ulrich Silberbach gegenüber den Medien.

    Laut Silberbach hätten die Arbeitgeber angekündigt, dass sie am 15. Oktober endlich ihr Angebot vorlegen würden.

    „Vermutlich fällt das enttäuschend aus, so dass wir bis zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 22. Oktober den Druck nochmal erhöhen müssen“, sagte der Beamtenbund-Chef.

    Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

    Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie.

    Direkt verhandelt wird für 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte von Bund und Kommunen. Auf die mehr als 200.000 Beamten soll das Ergebnis nach Ansicht der Gewerkschaften übertragen werden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Erhöhung, Lohn, Angebot, Arbeitgeber, Warnstreik, Deutscher Beamtenbund DBB