06:35 20 Oktober 2020
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    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat massive Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverboten geäußert.

    „Da wurde ein Fehler gemacht, das müsste abgeräumt werden. Keine Studie zeigt, dass das Reisen innerhalb Deutschlands ein Pandemietreiber ist. Ich löse mit diesen Regeln also kein Problem, weil es da kein Problem gibt“, sagte Lauterbach gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

    Am Mittwoch hatten die meisten Bundesländer beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

    Laut Lauterbach werde die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ohnehin in sehr kurzer Zeit an sehr vielen Orten in Deutschland überschritten. Viele Details der Regelung wirkten zudem willkürlich.

    „Wenn man Regeln wie diese trotzdem aufrechterhält, verliert man die Unterstützung der Bevölkerung für Regeln, die sinnvoll und wichtig sind“, so das SPD-Mitglied.

    Corona-Lage in Deutschland

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 322.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9615. Das sind elf Todesfälle mehr als am Vortag.

    ac/sb/dpa

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    Kritik, Deutschland, Coronavirus, Verbot, Karl Lauterbach