19:03 27 November 2020
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    Ab sofort kann die Überbrückungshilfe 2 für die Monate September bis Dezember beantragt werden. Die Bedingungen sinken, die Beiträge steigen. Auch Gastronomen bekommen Hilfe für Heizpilze für die Wintermonate. Diese waren bisher verboten.

    Soloselbstständige und Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, können ab sofort Überbrückungshilfen für die Monate September bis Dezember 2020 beantragen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Für die zweite Runde der Überbrückungshilfen wurden die Bedingungen erleichtert und die Beträge angehoben.

    ​So sollen auch diejenigen Unternehmen berücksichtigt werden, die in den Monaten April/Mai noch über ein Auftragspolster verfügt hatten. Auch bei den Fördersätzen sind Änderungen vorgesehen. Waren diese bisher auf 40 bis 80 Prozent festgelegt und eine Deckelung für Kleinunternehmen vorgesehen, so werden die Fördersätze künftig auf bis zu 90 Prozent erhöht. Die Untergrenze, ab der Unternehmen Förderung erhalten können, wird von 40 auf 30 Prozent Umsatzeinbruch abgesenkt. Die KMU-Deckelung wird gänzlich gestrichen. Zusätzlich wird die Pauschale für Personalkosten von 10 auf 20 Prozent erhöht.

    Heizpilze für Gastronomen

    Darüber hinaus sollen Gastronomen Hilfe dabei erhalten, ihren Betrieb in den Außenbereich zu verlegen. Konkret heißt das beispielsweise, dass die in vielen Städten bisher verbotenen Heizpilze vom Bund gefördert und ihre Anschaffung finanziell unterstützt werden soll. Selbst die Grünen, die den Einsatz von Heizpilzen traditionell ablehnen, unterstützen diese Hilfsmaßnahme für die Gastronomie:

    „Ich bin kein Freund von Heizpilzen, aber in Pandemiezeiten sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst“, sagte der Grünen-Wirtschaftspolitiker Dieter Janecek dem „Handelsblatt“. „Gaststätten, Restaurants und Kultureinrichtungen droht bei steigenden Infektionszahlen diesen Herbst und Winter eine massive Pleitewelle, deshalb sollten wir ganz pragmatisch helfen.“

    Von den vom Bund eingeplanten 25 Milliarden Euro sind bis Ende September etwa 62.500 Anträge im Fördervolumen von knapp 871 Millionen Euro bewilligt worden. Durchschnittlich sind Förderungen in Höhe von ca. 13.400 Euro beantragt worden. Auch rund 120.000 Studierende haben Corona-Nothilfen erhalten. Damit sind von den vom Bildungsministerium bereitgestellten 100 Millionen Euro rund 65 Millionen Euro ausgezahlt worden.

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    Tags:
    Gastronomie, Nothilfe, Coronavirus