15:27 25 November 2020
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    Die DDR-Staatssicherheit hat im geteilten Berlin auch den Flughafen Tegel systematisch ausspioniert. Dies geht aus den Dokumenten der Stasi-Unterlagen-Behörde hervor.

    Laut den Medien sei der Flughafen in West-Berlin als „Feindobjekt“ von besonderem Interesse gewesen. Diese Information wurde später von einer Sprecherin der Stasi-Unterlagen-Behörde bestätigt. Den Unterlagen zufolge hatte die Stasi an zentralen Stellen im Tegeler Flughafen auch inoffizielle Mitarbeiter (IM) platziert, sogar bei der Passkontrolle.

    „Die Unterlagen zeigen, dass die Staatssicherheit am Flughafen Tegel aktiver war, als man erwarten würde. Mindestens sechs verschiedene Hauptabteilungen der Stasi beschäftigten sich mit dem Airport“, wird die Projektleiterin bei der Bundesbehörde, Daniela Münkel, von den Medien zitiert.

    Der Flughafen Tegel soll am 8. November nach dem Start des neuen Hauptstadt-Flughafens BER geschlossen werden. Zu Mauerzeiten war Tegel für viele West-Berliner das Tor zur Welt.

    Die Stasi-Unterlagen zum Flughafen Tegel reichen laut Zeitung bis in die frühen 60er Jahre zurück und umfassen demnach mehrere Hundert Seiten. Darunter seien Grundrisse, Alarmpläne und Dokumentationen mit Fotos.

    Historikerin Münkel sagte, für die Stasi sei die militärische Nutzung von Teilen des Flughafens durch Amerikaner und Franzosen von besonderem Interesse gewesen.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    DDR, West-Berlin, Flughafen Tegel, Spionage, Dokumente, Behörden, Stasi