17:41 26 November 2020
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    Die Stadt Köln hat für den 11. November ein ganztägiges Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten verhängt, gab die Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Dienstag bekannt. Dieser Schritt soll Karnevalstouristen abschrecken.

    Die Corona-Pandemie mache das Feiern zum traditionellen Start in die neue Karnevalssaison dieses Jahr unmöglich, zitiert die dpa die parteilose Politikerin.

    „Deswegen werden wir neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten zusätzlich am 11.11. ganztägig und auf dem gesamten Stadtgebiet ein Alkoholkonsumverbot und ein Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten erlassen.“

    Das Verbot beziehe sich auf Straßen, nicht auf Privatwohnungen, stellte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage klar.

    In Köln gelten laut dem offiziellen Portal der Stadt bereits Sperrstunde und Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr. Bei den meisten Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig. Wo ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann, muss ein Mundschutz getragen werden.

    Außerdem rufen die Behörden dazu auf, an Halloween und an dem Martinstag nicht an Türen zu klingeln, um Süßigkeiten zu sammeln, wie es Brauch ist.  

    „Feiert nicht“

    Reker appellierte in einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus an alle Bürgerinnen und Bürger, auf das Feiern am 11.11. zu verzichten und den Tag in diesem Jahr „wie jeden anderen“ Tag im Kalender zu behandeln.

    „Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11.“

    Die Bürgermeisterin forderte die Öffentlichkeit auf, zu Hause zu bleiben und den Karnevals-Auftakt auch privat nicht zu feiern. Das gleiche gelte für all diejenigen, die normalerweise aus anderen Regionen zum Feiern nach Köln reisten – sie sollten diesmal wegbleiben.

    Öffentliche Toiletten sollen dieses Jahr nicht aufgestellt werden – weil man ja keine Feiernden will. Der Leiter des Ordnungsamtes, Wolfgang Büscher, räumte ein, dass dies möglicherweise zu einer stärkeren Belästigung durch Wildpinkler führen könne, falls doch Leute anreisen sollten.

    Mit einer Plakataktion will Köln in den nächsten Wochen für die strikte Linie werben. Auf den Plakaten sind Prominente wie die Schauspielerin und Moderatorin Janine Kunze zu sehen, dazu ein Spruch wie: „Am 11.11. feiere ich nicht. Weil es dein Leben schützt.“ Es soll lediglich eine Fernsehübertragung mit Karnevalsbands geben.

    mo/mt/dpa

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