02:00 27 November 2020
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    Cyberkriminelle haben am vergangenen Donnerstag die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zeitweise lahmgelegt.

    Der Angriff sei morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr erfolgt, sagte ein Sprecher des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund). Damit bestätigte er einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Dem Sprecher zufolge hatte es sich dabei um einen sogenannten DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) gehandelt.

    Bei DDoS-Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen in die Knie gezwungen. So können Angriffe im großen Stil ausgeführt werden. Wer hinter der Attacke steckt, sei bisher nicht bekannt und werde noch untersucht, heißt es vom ITZBund. Der staatliche IT-Dienstleister betreibt die Webseite des RKI.

    Das RKI ist die deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und steht seit Monaten im Kontext der Corona-Pandemie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das sogenannte Dashboard, in dem aktuelle Zahlen zum Pandemiegeschehen gesammelt und angezeigt werden, war von dem Angriff nicht betroffen, da es auf einer anderen Webseite gehostet wird. Auch Funktionen der Corona-Warn-App waren durch den Angriff nicht betroffen. Die Angreifer seien auch nicht in das Netz des RKI eingedrungen.

    Unbekannte attackieren Gebäude des Robert Koch-Instituts

    Polizeiangaben zufolge hatten Unbekannte auch ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin attackiert. Konkret handelt es sich um ein Institutsgebäude im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg.

    Laut den Ermittlern ereignete sich der Vorfall am 25. Oktober gegen 02.40 Uhr in der Nacht. Die unbekannten Personen hätten Brandsätze gegen die Fassade geworfen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Momentan wird es wegen versuchter Brandstiftung ermittelt.

    ac/mt/dpa/sna

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    Tags:
    DDoS-Attacke, Webseite, Robert Koch-Institut (RKI), Cyberangriff