12:35 04 Dezember 2020
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    Der CDU-Nachwuchs von der Jungen Union (JU) hat sich mit großer Mehrheit für den ehemaligen CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz als neuen CDU-Vorsitzenden ausgesprochen. Die Ergebnisse einer entsprechenden Befragung veröffentlichte die Organisation am Dienstag.

    Die zweiwöchige Mitliederbefragung verlief demnach „ausschließlich digital, das heißt per E-Mail und SMS“, und ergab, dass 51,6 Prozent der beteiligten JU-Mitglieder Merz favorisieren. Der Außenpolitiker Norbert Röttgen lag mit 27,9 Prozent der Stimmen auf Platz zwei vor Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, für den sich 19,8 Prozent der Befragten entschieden.

    „Friedrich Merz ist unser Kandidat für den CDU-Vorsitz, mit dem wir diese Erneuerung gemeinsam angehen wollen. Eine absolute Mehrheit hat ihn bei unserer Mitgliederbefragung gewählt. Wir wünschen uns weiterhin einen fairen Wettkampf bis zum 16. Januar 2021 und werden Friedrich Merz dabei unterstützen“, zitiert die JU ihren Bundesvorsitzenden Tilman Kuban.

    Die Wahlbeteiligung lag der JU zufolge bei 20,1 Prozent. Die Maßnahme galt als Stimmungstest vor der für Mitte Januar geplanten Wahl eines neuen Parteivorsitzenden, ist aber für die JU-Mitglieder bei der künftigen Stimmabgabe allerdings nicht bindend.

    Frage um CDU-Parteivorsitz

    Am Samstag hatten sich die drei Kandidaten – Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen – darauf verständigt, die Führungsfrage bei einem Parteitag Mitte Januar zu klären. Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßte die Einigung ihrer drei Nachfolgekandidaten auf einen Termin für den nächsten Parteitag.

    Offen ist noch, in welcher Form dies geschehen soll. Neben einem zentralen Präsenzparteitag kommen auch ein dezentraler Präsenzparteitag oder ein Online-Parteitag mit elektronischer Abstimmung und schriftlicher Schlussabstimmung per Briefwahl in Betracht. Bislang ist eine solche elektronische Abstimmung rechtlich noch nicht möglich.

    mo/mt

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