19:01 27 November 2020
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    Der deutsche Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat am Dienstag bei einer digitalen „Zukunftswerkstatt 2020“ die Chancen einer Einigung in der Koalition auf einen Rechtsanspruch für Homeoffice oder mobiles Arbeiten eingeschätzt.

    Sein Anfang Oktober vorgelegter Gesetzentwurf für eine gesetzliche Regelung habe hohe Wellen geschlagen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den SPD-Politiker.

    „Und die Prognose, ob das wirklich was wird, ist offen“, sagte Heil.

    Homeoffice unter Voraussetzungen

    Der Minister verteidigte sein Vorhaben, für Beschäftigte mit einer Fünf-Tage-Woche einen Anspruch auf 24 Tage mobiles Arbeiten oder Homeoffice pro Jahr festzuschreiben. Voraussetzung sei, dass sich die Tätigkeit dafür eigne und keine betrieblichen Gründe dagegen sprächen.

    „Ich bin da nicht kompromisslos.“

    Bei der Erfassung der Arbeitszeit zu Hause denke Heil eigenen Angaben zufolge nicht an eine Stechkarte. Die Arbeitszeit müsse so dokumentiert werden, dass es fair zugehe und um einer Entgrenzung vorzubeugen.

    „Auch im Homeoffice muss mal Feierabend sein.“

    Im Gesetzentwurf will Heil Arbeitgeber verpflichten, dass ihre Beschäftigten, die regelmäßig mobil arbeiten, die gesamte Arbeitszeit täglich vollständig erfassen.

    Trotz Kritik vom Koalitionspartner Union und aus der Wirtschaft hält der Minister eine Einigung nicht für unmöglich. Wenn sich die Koalitionspartner „nicht ideologisch einmauern“ und auch Gewerkschaften und Arbeitgeber mitmachten, sei er zuversichtlich, „dass wir da noch was hinkriegen“.

    mo/mt/rtr

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