20:24 24 November 2020
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    Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung noch keine Entwarnung. Angesichts von bundesweit fast 18.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag den Fernsehsendern RTL und ntv.

    Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich aber in den vergangenen Tagen deutlich reduziert.

    „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark.“

    Auch Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sprach von einer positiven Tendenz.

    „Aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte im ARD-„Morgenmagazin“:

    „Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht.“

    Die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen wie das Verbot von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen hat aus Sicht der Regierung damit noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt. Über die Frage, ob weitere Maßnahmen notwendig sein könnten, wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag beraten und ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

    Merkel rechnet damit, dass die zweite Welle das Land noch länger beschäftigt. Man müsse davon ausgehen, dass die zweite Welle härter sei als die erste, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Veranstaltung der „Wirtschaftsweisen“. Die zweite Welle falle in eine schlechtere Jahreszeit, nämlich in die Wintermonate.

    „Das heißt, sie wird uns noch den ganzen Winter beschäftigen“, sagte Merkel - auch wenn es positive Botschaften bezüglich der Entwicklung von Impfstoffen gebe.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden in Deutschland 18.487 neue Corona-Fälle gemeldet. Das waren 3155 mehr als am Vortag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist es ein Plus von 1273. Das RKI berichtet an diesem Donnerstag in einer Pressekonferenz über seine Einschätzung der aktuellen Entwicklung.

    dpa

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    Tags:
    Ulrike Demmer, Pandemie, Coronavirus, Angela Merkel