12:59 03 Dezember 2020
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    In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten.

    Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

     „Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste“, sagte Spahn.

    Dann könne es nötig werden, dass Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten.

    Die „Rückfallrückfallposition“ sei aber, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen“.

    Kritik an steigender Arbeitsbelastung

    Spahn versprach unabhängig von der Pandemie weitere Regeln für mehr Pflegerinnen und Pfleger an Kliniken und in Pflegeheimen. So werde auf Basis eines wissenschaftlichen Gutachtens - und als Teil der sogenannten Konzertierten Aktion der Regierung für bessere Bedingungen in der Pflege - eine neue Personalbemessung in der Altenpflege eingeführt. 

    Spahn betonte zudem, die Zusatzbelastung durch die Pandemie fache das Problem, „das vorher schon da war“, weiter an.

    Viele fragten sich: „Wie sollen wir das alles aushalten?“ Er räumte ein: „Natürlich reicht Applaus nicht.“ Allerdings seien wirkungsvolle Maßnahmen auf dem Weg - wenn eine unmittelbare Wirkung allerdings oft ausbleibe.

    „Wir haben hier einen Marathon, keinen Sprint.“

    So lasse sich der in der Krise eklatant sichtbare Mangel an Intensivpflegefachkräften nicht einfach schnell beheben. Diese ließen sich nicht „mal eben in ein paar Monaten“ ausbilden.

    jeg/dpa

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    Tags:
    Ärzte, Zahlen, Coronavirus, Jens Spahn