15:27 25 November 2020
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    Ein schweres Verkleidungsteil einer Lärmschutzwand ist am Freitag kurz vor der Anschlussstelle Dellbrück in Köln nach Polizeiangaben auf ein Auto gestürzt. Die Fahrerin kam dabei ums Leben.

    Der tragische Zwischenfall ereignete sich laut der Mitteilung um 10.15 Uhr. Ermittlungen zur Unfallursache wurden aufgenommen. Die sich von der Lärmschutzwand gelöste und auf das fahrende Auto gekrachte Betonplatte soll etwa fünf Tonnen gewogen haben.

    Die Autobahn 3 aus der Richtung Frankfurt/Main ins Ruhrgebiet wurde gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Am Nachmittag wurde die Autobahn teilweise wieder freigegeben, die rechten Fahrspuren entlang der Lärmschutzwände blieben aber in beiden Richtungen gesperrt.

    Lärmschutzwände werden überprüft

    Laut einem Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW. stammten die Wände von ungefähr 2007, seien also noch nicht so alt. Wie es zu dem Unglück habe kommen können, wisse man noch nicht. Die Sperrung der rechten Fahrspuren sei wegen der Prüfung der Lärmschutzwände notwendig gewesen.

    „Unsere Lärmschutzwände werden im Rahmen der Sichtprüfung von den Meistereien natürlich überprüft“, zitiert die dpa den Sprecher.

    Das geschehe unabhängig von dem tragischen Unglück am Freitag. Jetzt werde da „noch einmal ein Augenmerk drauf“ gerichtet. Niemand müsse Bedenken haben, an der Stelle über die Autobahn zu fahren, weil die rechten Fahrspuren ja gesperrt seien. Dadurch komme es nun allerdings zu Verkehrsbehinderungen.

    Mit dem Unfall soll sich am Mittwoch auch der Verkehrsausschuss des Landtags beschäftigen. Die SPD-Fraktion hat eine Aktuelle Viertelstunde beantragt, in der die Landesregierung über das Unglück selbst und den Zustand der Lärmschutzwände vor Ort und in ganz Nordrhein-Westfalen berichten soll.

    mo/mt/dpa

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