19:47 24 November 2020
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    Nach den jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist in Deutschland die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 23.542 gestiegen. Das ist dem RKI-Dashboard zu entnehmen. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden.

    Im Vergleich zum Vortag stieg demnach die Zahl der bis zur Freitagmitternacht neu gemeldeten Fälle um knapp 1700. Den bisherigen Spitzenwert erreichte Deutschland am vergangenen Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen.

    Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481.700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

    Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz – Zahl der festgestellten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage – steigt ebenfalls. Doch ihr Anstieg ist deutlich abgeflacht. Sie lag nach RKI-Angaben vom Freitag bei 140.

    Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

    Am Donnerstag hatte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, wegen der langsamer steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland von einem vorsichtigen Optimismus gesprochen. Er warnte aber davor, vorläufige Schlüsse zu ziehen.

    Ob das Abflachen der Kurve eine stabile Entwicklung sei und auch inwieweit das mit den neuen Einschränkungen wie Restaurant-Schließungen zusammenhänge, sei noch unklar, so der RKI-Chef. Er schloss nicht aus, dass die Testkapazitäten der Labore an ihre Grenzen gestoßen seien.

    Patienten in intensivmedizinischer Behandlung

    Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle ist dem Institut zufolge in den vergangenen zwei Wochen von 1839 Patienten am 30.10.2020 auf 3299 Patienten am 13.11.2020 angestiegen. Es handelt sich demnach um ein Plus von 113 Fällen im Vergleich zum Vortag. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der sich am Freitag in intensivmedizinischer Behandlung befindenden Patienten werde invasiv beatmet.

    Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits zu Wochenbeginn von wahrscheinlich noch über 6000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf den Intensivstationen noch im November gesprochen.

    „Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist.“

    Keine sofortige Wirkung des Teil-Lockdowns bei Infektionszahlen

    Bis sich die Wirkung des seit dem 2. November greifenden Teil-Lockdowns bei den Infektionszahlen zeigt, dauert es nach RKI-Angaben zwei bis drei Wochen. Allerdings hatten Daten des Corona-Monitors des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bereits gezeigt, dass sich die dafür Befragten schon zuvor wieder vorsichtiger verhielten.

    An diesem Montag beraten die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über die seit dann zwei Wochen geltenden Einschränkungen. Bislang war geplant, dass diese den ganzen November über aufrechterhalten bleiben.

    mo/mt/dpa

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