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    Stefan Teuchert,  BMW Russland

    BMW-Russland-Chef Stefan Teuchert erwartet 2019 steigende Verkäufe – Interview

    © Sputnik / Natalia Pawlowa
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    Von Natalia Pawlowa
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    Trotz der US-Sanktionen und Wechselkursveränderungen rechnet BMW im neuen Jahr mit einem weiteren Zuwachs seiner Verkaufszahlen in Russland. Die Nachfrage nach dem Premiumsegment dürfe steigen und BMW erwarte einen weiteren Impuls mit dem neuen X7, sagte BMW-Russland-Chef Stefan Teuchert im Sputnik-Gespräch.

    Mit den Ergebnissen des vergangenen Jahres 2018 ist Stefan Teuchert zufrieden:

    „Wir konnten uns gegenüber dem gesamten Markt positiv abheben mit dem Wachstum von fast 19 Prozent für die Marke BMW. Für MINI geht es sogar in Richtung 45 Prozent, auch Motorrad konnte gut gesteigert werden. D.h. in der Summe sind wir sehr zufrieden, das wurde angetrieben durch neue Modelle. Der Automobilmarkt hat sich in der Summe erhöht, auch das Premiumsegment ist zum ersten Mal seit 2017 wieder gewachsen.“

    Laut Teuchert gibt es in Russland einen starken Trend Richtung SUV, da sei BMW sehr gut mit X2, X3, X4 und X5 vertreten. Im letzten Jahr habe der bayerische Autohersteller seine Modellpalette erweitert und viele Modelle erneuert. 2019 erwarte man einen weiteren Impuls mit dem neuen X7, einem wichtigen Auto für BMW in Russland, denn viele Kunden hätten seit vielen Jahren auf dieses Auto gewartet. Teuchert rechnet damit, das Auto im März in den Markt einzuführen.

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    Doch Volatilität und Unsicherheit sind das, mit dem der Autohersteller in Russland konfrontiert sei. Eine starke Verschlechterung des Wechselkurses habe große Auswirkungen auf die Preisentwicklungen.

    „Unser Anspruch ist hier, die Preise für die Kunden einigermaßen stabil zu halten, was natürlich in solchen externen Faktoren schwierig ist. Denn die Sanktionen sind immer wieder Verunsicherung am Markt und haben auch negative Effekte auf den Wechselkurs. Wir sind nicht direkt durch die Sanktionen betroffen, aber es gibt eine indirekte Auswirkung, die negativ für die Firma und die Kunden sind. Aus meiner Sicht ist das ein großer Faktor der Verunsicherung. Das führt nicht zu einer kontinuierlichen Dynamik und Erholung des Automobilmarktes, der mit 1,8 Millionen Fahrzeugen immer doch deutlich niedriger ist als 2012.“

    Trotzdem hofft der BMW-Russland-Chef, dass das Jahr 2019, was die externen Rahmenbedingungen anbelangt, ähnlich stabil sein wird wie 2018:

    „Die Sanktionen können wir nicht beeinflussen. Jeder Hersteller ist sehr abhängig von den externen Rahmenbedingungen. Wenn diese stabil sind, kann das Ergebnis auch besser sein. Ich glaube, dass für BMW 2019 ein gutes Jahr werden wird. Der russische Markt ist immer spannend, und wenn man mit der Volatilität gut zurechtkommt, dann kann man hier hervorragend arbeiten. Es macht viel Spaß.“

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    Tags:
    Autos, Autoindustrie, Geschäft, Unternehmen, Sanktionen, Assoziation der europäischen Geschäftstätigkeiten (AEB), BMW, Deutschland, Russland