04:36 18 November 2019
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    Oberst a.D. Witali Korotkow

    „Weil Moskau einheitliches Deutschland erstrebte“: KGB-Oberst Korotkow zu DDR und Agent „Kurt“ Felfe

    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
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    DDR 1989 – Erst Feier zum 40. Jahrestag, dann "Mauerfall" und Untergang (94)
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    Eine Leitfigur der sowjetischen Auslandsaufklärung, Oberst a.D. Vitali Korotkow, hat seinerzeit deutsche KGB-Agenten betreut und die Teilung sowie die Wiedervereinigung Deutschlands mitverfolgt. In einer Porträtgeschichte präsentiert Sputnik die Erinnerungen des 92-Jährigen an die Nachkriegsjahre in Berlin.

    Die hellgelbe neoklassizistische Villa mit Zwischengeschoss und vier Säulen in der Ostoshenka-Straße gehörte zu kaiserlichen Zeiten den Moskauer Konditoren Abrikossow. Seit 2010 hängt an deren Frontwand jedoch eine Tafel zum Gedenken an Kim Philby. „Ich blicke auf mein Leben zurück, voller Hingabe an die Sache, an deren Wahrheit ich aufrichtig und leidenschaftlich glaube“, steht darauf geschrieben.

    Der britische Geheimdienstoffizier Philby ist in den 1930ern von linken Ideen begeistert und arbeitet 29 Jahre lang als sowjetischer Spion. Das Gebäude gehört heute der russischen Auslandsaufklärung. In seinem Hof blickt eine Bronzefigur von Pawel Fitin auf die Gäste herab. In den schwierigsten Jahren von 1939 bis 1946 übernimmt Fitin die Leitung einer Struktur, die mehrere deutsche Agenten in den NS-Strukturen, darunter den berühmten Willy Lehmann, in der Gestapo betreut. Der erste Kontakt des untypischen SS-Mannes Lehmann zu den Sowjets war übrigens das Aufklärer-Ass Alexander Korotkow, der bis an sein Lebensende Goethe im Original las.

    Nach dem Krieg wird Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt. Über die Zukunft des deutschen Staates muss noch entschieden werden. SS-Obersturmführer Heinz Felfe landet in der britischen Kriegsgefangenschaft und hilft nach der Arbeit für den britischen Geheimdienst MI6 im Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen in Bonn bei der Befragung übergelaufener Volkspolizisten aus der SBZ. Und dann wird er plötzlich von einem sowjetischen Aufklärer angeworben. Seit 1951 bis zum Mauerbau 1961 übergibt er als Regierungsrat der Organisation Gehlen, später der Bundesnachrichtendienst, deren wichtigsten Dokumente als Kopien an Moskau. Wie lässt er sich von den Russen anwerben?

    Ein Mann mit Panzer

    Der Mann, dem ich gegenübersitzen darf, weiß am besten Bescheid. Der Veteran der sowjetischen Auslandsaufklärung, Oberst a. D. Vitali Korotkow, hat „Kurt“ Felfe seit 1956 selbst erst aus dem Berliner KGB-Büro und später aus dem Moskauer Zentrum betreut. Bis zu seinem Ruhestand 1991 meistert er Deutschland-bezogene Aufgaben. Von schicken imperialen Möbelstücken umgeben, wirkt er auf einen fast aristokratisch; für die Leute um ihn ist er ein Mann mit Autorität, ein Star, eine Legende. Das liegt nicht nur an seinen Verdiensten in der Aufklärung, sondern allein schon an der Courage im Großen Vaterländischen Krieg. 

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
    Junger Witali Korotkow

    Im Juni 1943 schafft es der Achtklässler Vitalik mit 14 Jahren freiwillig an die Front – dank seinem Vater, einem hochrangigen Panzeroffizier. Während der Schlacht am Kursker Bogen macht Panzersoldat Korotkow mit Mechanikern mehrmals bei Reparaturen von T-34-Panzern im Felde mit. Seit März 1945 kämpft er als stellvertretender Befehlshaber einer Panzerkompanie an der 2. Fernöstlichen Front in Japan, später dient er bei der Zentralen Truppengruppe in Österreich. Nach sieben Monaten in Wien und zwei Schlägereien mit Kollegen wird der abenteuerliche 17-jährige ausgebootet. Der beinahe 93-Jährige ist auch heute galant und lebendiger als viele Junge, küsst den Damen schmunzelnd die Hand und trinkt gerne starken Kaffee.

    „Zum ersten Mal kam ich am 1. Januar 1946 nach Berlin“, erinnert sich Oberst Korotkow an die Reise nach Wien über Deutschland. Am frühen Morgen kommt er am Ostbahnhof an und erlaubt sich nach einer Visite bei der Kommandantur einen Bummel durch die Stadt.

    „Ich war sehr aufgeregt. Aber ich sah viele Ruinen und Berge aus Ziegeln herumliegen (…). Ich kam am Reichstagsgebäude vorbei. Auf einem Märktchen daneben rumorten Amerikaner mit Zigaretten und Deutsche mit ihren Waren herum, sehr spannend.“

    Am Abend danach hängt der Junge in einem Restaurantchen ab, wo „die Mädchen sehr nett und attraktiv sind und uns sehr herzlich und gut behandeln“.

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
    Oberst a.D. Witali Korotkow im Jahre 1945 (l) mit seinem Vater Wiktor Korotkow (r) in Tiflis

    „Am nächsten Tag stieg ich in Dresden aus, obwohl die Route das nicht vorgesehen hatte – alles war meine Fantasie. Die Stadt war wie ein steiniges Feld, etwas Gruseliges, Fürchterliches. Die Neustadt – ein kleiner Teil davon – war noch da, aber die Altstadt war komplett zerbombt, abgesehen von einigen Gebäuden am Fluss. Vielleicht hatten die Amerikaner die bewusst am Leben gelassen.“

    „Anna Iwanowna will Ihnen ein Angebot machen“

    Auf dem Weg nach Prag wird Korotkow an der Grenze plötzlich von den sowjetischen Offizieren aufgehalten, weil er „keinen Passierschein aus Potsdam“ hat. Doch der junge Vitali weiß einem Vertrauen einzuflößen. „Du bist genauso ein Panzersoldat wie ich, Bruder, wieso hilft denn einer nicht dem anderen Panzersoldaten?“ – und die Durchfahrt ist frei. In Bratislava ist es so warm wie im Frühling. Auf der Hauptpromenade sitzt man an Tischen und isst zu Mittag. Ein Kellner spricht Korotkow und seinen zufälligen Gefährten an und bewirtet die „Herren Offiziere“ – die beiden haben kaum Geld – mit diversen Köstlichkeiten auf Kosten des Cafés. Die Donau mussten die beiden dann mit einem Fährschiff überqueren, weil die Brücke von den Deutschen in die Luft gesprengt wurde.

    Nach dem Wiener Abenteuer will Korotkow Ende 1946 erst die mittlere Schule abschließen und studieren. „Im letzten Studienjahr am Moskauer Rechtsinstitut kommt eine Dame auf mich zu, ohne dass ich weiß, wer sie ist. Sie lässt mich einen dicken Fragebogen ausfüllen, an dessen Ende steht: Druckerei des Außenministeriums.“ Der 22-jährige Vitali kann kaum glauben, dass die Leute am Smolenskaja-Platz sich plötzlich für ihn interessieren. „Eine gewisse Anna Iwanowna will Ihnen ein Angebot machen, sagen Sie zu, es ist sehr interessant“, hört er vor dem Verteilungsausschuss. Und er sagt zu. So wird Vitali Korotkow nach weiteren zehn Monaten Studium an der spezialisierten Gridnew-Aufklärungsschule plötzlich zum Aufklärer mit Schwerpunkt Deutschland.

    „Sie haben Felfes Heimatstadt zerstört“

    „Heinz Felfe war auf die Amerikaner und Briten dafür wütend, dass sie seine Heimatstadt Dresden zerstört haben. Er hat mir das selbst gesagt“, erzählt Korotkow weiter.

    Es waren also nicht materielle Fragen, die ihn zur Zusammenarbeit mit dem KGB veranlassten. Nach der Arbeit für den britischen Geheimdienst beschäftigte sich Felfe an der Uni in Berlin und dann in Bonn mit der Politik des Westens und der Sowjetunion und sah nach Angaben Korotkows ein, dass „es die sowjetische Seite ist, die ein einheitliches, einiges Deutschland zu bewahren versucht“.

    Als Journalist knüpft Felfe viele Kontakte zur DDR und sowjetischen Journalisten und wird in seinem Gefühl bestärkt. Für ihn wie für viele ehemalige Nationalsozialisten war der „amerikanische Imperialismus“, den sie so bezeichneten, jedoch der Hauptfeind. Die Ideen des Sozialismus teilte er dabei nicht. Die Sowjetunion war für sie dabei kein ideologisches Modell mit Vorbildcharakter, sondern eine Erscheinungsform Russlands, zu dem sie  nach dem Fiasko des Hitlerkrieges gute Beziehungen wünschten, in der Tradition Friedrichs des Großen und Bismarcks.

    Die Sowjetunion verteidigt nach der Konferenz in Jalta in den späten 1940ern trotz der bestehenden Besatzungszonen tatsächlich konsequent ihre Position zu einem künftig einheitlichen Deutschland. „Das sowjetische Volk kämpfte gegen den Nationalsozialismus. Es kämpfte nicht gegen das deutsche Volk und hasste es nicht“, so Präsident Wladimir Putin 2005 in einem Gastkommentar für den französischen „Le Figaro“.

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
    Foto von Prof. Dr. Heinz Felfe an Witali Korotkow

    Im Mai 1949 entsteht aus einer gemeinsamen Zone der westlichen Alliierten plötzlich die sogenannte Bundesrepublik. Die früheren Verbündeten werden zu geopolitischen Opponenten, die DDR dagegen offenbar zu einer Antwort auf die Bundesrepublik. „Natürlich war jede Seite unter diesen Umständen daran interessiert, möglichst viele Informationen über die Pläne der anderen Seite zu erhalten“, kommentiert Oberst Korotkow.

    So wurde Berlin zum Schlachtfeld der Geheimdienste

    In den nächsten Jahren verwandelt sich Berlin allmählich in ein „Knäuel der Spionage“. Die Amerikaner bauen schon 1946 mithilfe früherer Mitarbeiter der NS-Geheimdienste die sogenannte Organisation Gehlen auf. Der ehemalige Chef der Abteilung Fremde Heere Ost, Reinhard Gehlen, soll alle Dokumente der Abteilung in Bayern aufbewahrt und den Amerikanern angeboten haben. Seine Agenten, fast ausschließlich alte Kameraden aus der Abteilung Fremde Heere Ost, aus der SS und der Abwehr, erhalten von erster Hand eine ausführliche Expertise aus Berichten, von Leuten, die den Osten „kennengelernt hatten wie vorher kein anderer Mensch aus dem Westen“. Man dringt in die Militärbehörden der DDR und der Sowjetunion ein und wirbt viele Spione an. „Die Kerle Gehlens haben ziemlich gut gearbeitet“, so Korotkow.

    „Im Jahre 1953 enttarnen wir Hunderte von seinen Leuten, auch unter Amtsinhabern der DDR, infolge einer größeren Aktion und mithilfe der 1951 gegründeten DDR-Aufklärung. Ein großer Schlag.“

    Zu den von Vitali Korotkow betreuten Agenten gehört auch ein anderer Dresdner, Johannes Klemens, den Felfe noch seit ihrer Arbeit beim Leiter des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS, Walter Schellenberg, kennt. „Ich hatte keinen Zugang zu anderen Agenten“, muss Korotkow zugeben. „Im sowjetischen Geheimdienst wurde Konspiration als Gebot strengstens eingehalten. Man sitzt in einem Raum mit Kollegen und weiß nicht, welche Angelegenheiten sie leiten.“

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
    Witali Korotkow Anfang der 1960er

    Als die Sowjetunion und die Bundesrepublik 1955 die diplomatischen Beziehungen wiederaufbauen wollen und Kanzler Konrad Adenauer sich auf die Reise nach Moskau vorbereitet, überliefert Felfe an die Sowjets die hochrangigste politische Information darüber, was die westdeutsche Seite fordern würde und zu welchen Zugeständnissen man bereit sei.

    „Unsere Führung wusste also, wo man Druck geben und wo man hätte nachgeben können.“

    Es scheitere in zehn Jahren der Zusammenarbeit mit Felfe auch kein anderer sowjetischer Agent oder Aufklärer in Westdeutschland. „Als die Amerikaner einige unserer Aufklärer verhaften wollen, schaffen wie es dank Informationen von Felfe, etwa ein Dutzend von ihnen aus dem Land zu holen“, sagt Korotkow weiter.

    Im Frühling 1961 bekommt Korotkow übermittelt, dass Felfe und Klemens von Deutschen beobachtet werden – und schlägt Moskau vor, die beiden zu „konservieren“. Doch die Geschäftsleitung will nicht auf die kostbaren Quellen verzichten. Außerdem hat Felfe erst die Aufgabe bekommen, das Schicksal des KGB-Agenten Bogdan Staschinski aufzuklären, der zwei Jahre zuvor den ukrainischen Nazi-Kollaborateur Stepan Bandera in München getötet hatte. In der Nachkriegszeit war Bandera eben Kontaktmann westlicher Geheimdienste, die seine Informationen aus dem ukrainischen Untergrund nutzten.

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv des Pressedienstes der russischen Auslandsaufklärung
    Oberst a.D. Witali Korotkow im Jahre 2007 in der Ostoshenka-Straße in Moskau

     

    Im November 1961 wird Felfe samt Klemens von der deutschen Kriminalpolizei festgenommen. Da er sich anders als Klemens auf keinen Deal mit der Untersuchung einlässt, wird er zu 15 Jahren Haft verurteilt – Klemens kriegt nur acht Jahre. „Die Verhandlungen über den Austausch von Felfe dauern sechs Jahre“, sagt mein Gesprächspartner weiter. General Gehlen, sein ehemaliger Chef, war allerdings als Erster dagegen. Jedoch tauscht man „Kurt“ letztendlich bei Herleshausen an der Grenze zur DDR gegen 21 US- sowie westdeutsche Agenten aus – und der ehemalige Agent lässt sich in der DDR nieder, wo er später als Professor an der Humboldt-Universität unterrichtet und wieder heiratet. Seine erste Frau verlässt ihn schon nach der Enttarnung, der Sohn reißt die Beziehung zu dem „Sowjetspion“ ebenso ab.

    Alte Freundschaft rostet nicht

    Ende der 1970er kommt Oberst Korotkow aus Bauchgefühl bei einem Friseursalon in Berlin vorbei – und begegnet Felfe, zum ersten Mal seit dessen Austausch. „So freudig war dieses zufällige Treffen!“, erinnert sich Korotkow. Die beiden umarmen sich fest, unterhalten sich und müssen sich schon nach 15 Minuten verabschieden. „Leider hatten wir kein Recht, uns füreinander zu interessieren und in Kontakt zu bleiben.“

    Doch die beiden Kommilitonen hatten Glück. In den 90ern, als Russland und die USA etwas wie „leichte Freundschaft“ anzukurbeln versuchen, sind auch die Geheimdienste dabei, Kontakte zueinander zu knüpfen und Publikationen über ihre Arbeit in der Welt sowie ein gemeinsames Buch über Berlin – „Battleground Berlin: CIA vs. KGB in the Cold War (Schlachtfeld Berlin: CIA vs. KGB im Kalten Krieg)“ – herauszubringen. Der Aufklärer Sergej Kondraschow ist auf russischer Seite für das Buch verantwortlich und meldet sich bei Korotkow: er würde sich auf dem Rückweg nach Moskau mit Heinz Felfe treffen. „Möchtest Du ihm etwas schreiben?“ Der bereits pensionierte Korotkow riskiert es und überreicht dem Kollegen eine Visitenkarte für Felfe mit einem Grußwort und Hoffnungen auf einen Briefwechsel.

    „Kondraschow sagte, Felfe habe sich sehr darüber gefreut. Einige Wochen später erhalte ich einen kurzen Brief von ihm, in dem er sich fragt, ob das meine Adresse ist, ob ich diesen Brief erhalten würde und ob wir korrespondieren könnten.“ Der Briefwechsel dauert von 1996 bis zum Tod Felfes 2008 an. Es sei eine sehr gute, freundliche Korrespondenz, in der Felfe die Wiedervereinigung kritisiert und die neue wirtschaftliche Ordnung in der ehemaligen DDR bemängelt haben soll.

    Oberst a.D. Witali Korotkow
    © Foto : Archiv von Oberst a.D. Witali Korotkow
    Ein Brief von Prof. Dr. Heinz "Kurt" Felfe an Oberst a.D. Witali "Alfred" Korotkow

     

    „Sie bleiben wohl immer noch Menschen zweiter Klasse“

    In einem Sputnik-Gespräch sprach der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, unter Verweis auf den damaligen sowjetischen DDR-Botschafter Wjatscheslaw Kotschemassow die Existenz einiger Sondereinheiten im oder außerhalb des KGB an. Sie sollen versucht haben, auf die politische Entwicklung in der DDR in den letzten Jahren bis 1989 Einfluss zu nehmen.

    „Solch eine Sondereinheit existierte nicht. Wirklich nicht“, antwortet Korotkow in gutem Deutsch. „Die Frage wurde etwas anders gelöst. Jeder Mitarbeiter des Nachrichtendienstes mit irgendwelchen nützlichen Kontakten zu DDR-Bürgern, die bestimmte Positionen im Staatsapparat gehabt haben, musste sich auch über die weitere politische Entwicklung und die Stimmungen in der DDR informieren lassen. So einfach war das.“

    Korotkow habe viele Kontakte zu Leuten in den Staatsstrukturen der DDR gehabt, die keine Agenten gewesen seien. „Der Wunsch, die DDR zu beseitigen, war nicht zu spüren.“ Einige davon hätten aber die Entscheidungen von Walter Ulbricht und Erich Honecker zu Fragen der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft in der DDR jedoch kritisiert.

    Die Wiedervereinigung Deutschlands war laut Korotkow ja unausweichlich, ist aber eben „auf einer ungleichen Basis“ zustande gekommen. Für Moskau sei dies sowjetische Infrastruktur, die den Deutschen ohne Entschädigungen geblieben sei, für die Ostdeutschen dagegen wirtschaftliche Ungleichheit. „Sie bleiben wohl immer noch Menschen zweiter Klasse“, meint Korotkow abschließend.

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    Themen:
    DDR 1989 – Erst Feier zum 40. Jahrestag, dann "Mauerfall" und Untergang (94)
    Tags:
    US-Auslandsaufklärung, Auslandsaufklärung, Aufklärung, DDR, Sergej Korotkow, Heinz Felfe