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10 April 2010, 23:19

Ausstellung zum Jubiläum des Aleksandrowka Museums im Russischen Haus

Im Haus der russischen Wissenschaft und Kultur an der Friedrichstraße in Berlin findet eine Ausstellung unter dem Titel „GESCHICHTE EINER  IDEE" statt.  Sie steht in Verbindung mit dem fünfjährigen Jubiläum des Potsdamer Museums der russischen Kolonie Aleksandrowka. Einzelheiten hat unser Berliner Korrespondent Alexander Donskoij.

Im Haus der russischen Wissenschaft und Kultur an der Friedrichstraße in Berlin findet eine Ausstellung unter dem Titel „GESCHICHTE EINER  IDEE" statt.  Sie steht in Verbindung mit dem fünfjährigen Jubiläum des Potsdamer Museums der russischen Kolonie Aleksandrowka. Einzelheiten hat unser Berliner Korrespondent Alexander Donskoij.

 Vor den Besuchern der den großen Saal im zweiten Stock des Russischen Hauses umfassenden Ausstellung tauchen authentische Zeugnisse der eher interessanteren Seiten der zweihundertjährigen Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen auf. Ja doch, die Veranstaltung war ziemlich interessant und lehrreich. Hier sind die Porträts und Büsten des russischen Imperators Alexander I und Kaiser Friedrich Wilhelms III, Freunde und Verbündete im Krieg gegen Napoleon. Die russische Kolonie, in einem fernen Potsdamer Außenbezirk, selbst gab es noch nicht - sie kam später nach dem Sieg über Frankreich. Gleichwohl, sind die letzten Russen in Potsdam verbunden mit dem legendären General der preußischen Armee Johann York Graf von Wartenburg. Er kämpfte zuerst an der Seite Napoleons, dann Preußens und nahm einige hundert russische Soldaten gefangen, welche in Frankreich landeten. Und so, nach der Beendigung des Feldzuges im Jahre 1812 und der Niederlage Frankreichs, zogen ein Dutzend Sänger gerade dieser Soldaten, auf Wunsch Friedrich Wilhelms als Geschenk von Alexander I, nach Potsdam. Übrigens kann man sagen, dass dies auch ein Geschenk von Friedrich-Wilhelm an seinen Freund und Verbündeten war. Der preußische Fürst, über das vorzeitige Ableben Alexanders I im Jahre 1825 trauernd, veranlasste den russischen Militärmusikanten Holzhäuser im russischen Stil zu bauen und überhaupt alles so zu machen, damit sie sich wie in der Heimat fühlten. Die Leute pflanzten Gärten, schafften sich Rindvieh an, bauten eine orthodoxe Kirche, benannt zu Ehren Alexander Newskis.

Genau das ist die Geschichte der Exponate der Ausstellung im Russischen Haus Berlin und das, was sie reflektieren. Hier wird die Aufmerksamkeit auf Lithographien der Kolonie Alexandrowka, wie sie am Anfang ihrer Existenz war, und auf Fotographien des vorletzten und letzten Jahrhunderts gelenkt. Auch vor der, durch ihre  Schönheit verblüffenden, Ikone der Kirche kann man lange verweilen. Genau so erfreut man sich an den Fragmenten der feinen Schnitzereien der Wohngebäude und versucht die bewahrten Briefe oder alten Postkarten der Kolonisten zu lesen. Solch eine kultureller Ebene, eng verbunden mit jener herzlichen Beziehung zwischen Russland und Preußen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, präsentiert die Ausstellung im Russischen Haus.

         Und dennoch, was könnte man noch über diese selbe „Geschichte einer Idee" hinzufügen? Es erzählt der Direktor des Museums Russische Kolonie Alexandrowka in  Potsdam Andreij Chernodarow:

         Ton auf Deutsch

Das Museum der Russischen Siedlung in Potsdam ist fünf Jahre alt. Aber noch ein anderes Jubiläum bahnt sich an: das 185-jährige der Kolonie Aleksandrowka selbst, in einem Jahr. Aber auch vor dem Jahre 2011 werden  im Museum Aleksandrowska noch viele Ausstellungen eröffnet - Sehr unterschiedliche. Über diese Ausstellungen, in der einzigartigen, russischen Ecke Potsdams, werden wir in einer unserer nächsten Sendungen berichten.    

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