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16 April 2010, 11:45

Die Konferenz „1945—2010. Russland—Deutschland. Die Blick in die Zukunft“. Die Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V.

Die Konferenz „1945—2010. Russland—Deutschland. Die Blick in die Zukunft“. Die Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V.

Olga Tarassowa: Seit 18 Jahren leistet die in Dresden ansässige Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V. materielle Hilfe für Not leidende russische Kriegsveteranen. Sie ist unabhängig von politischen Parteien und Organisationen, vertritt in der Öffentlichkeit klare Positionen gegen Krieg, für Frieden und Verständigung.

Olga Tarassowa:

Seit 18 Jahren leistet die in Dresden ansässige

Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V.

materielle Hilfe für Not leidende russische Kriegsveteranen. Sie ist unabhängig von politischen Parteien und Organisationen, vertritt in der Öffentlichkeit klare Positionen gegen Krieg, für Frieden und Verständigung. An der Konferenz „1945—2010. Russland—Deutschland. Die Blick in die Zukunft“ begegnete ich am 13. April in Moskau der Vorsitzenden der Gesellschaft, Dr. Hannelore Danders.

„Was ist im Jahr 2010 besonders wichtig in den Beziehungen unserer zwei Völker?“ — fragte ich an Frau Dr. Danders.

Dr. Hannelore Danders: „Das ist natürlich eine sehr komplexe Frage. Ich stehe hiervor Ihnen hier als ein Vertreter der Gesellschaft zu Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V. Wir existieren seit das 18. Jahr und jedes Jahr bin ich einmal in Russland um mit Veteranen und Kriegsopfern zusammenzutreffen. Die Menschen, die, z. B. Deutsche sind und es während des Krieges unwahrscheinlich schwer hatten, z. B. nach Tscheljabinsk evakuiert wurden, Trudarmija (die Arbeitsarmee) und was es alles gab. Und ehemalige Kriegsgefangenen, die den Krieg überlebt haben, Usniki Faschisma (Vereinigungen von Kriegs- und Faschismusopfern), das alle sind Leute, denen wir helfen — aber wir sind eine kleine Gesellschaft. Wir haben keine riesen Mittel. Das ist alles das, was nur die Menschen (wie erwähnt), die den Krieg erlebt haben usw. aus der Stadt Dresden uns geben. Und so haben wir in den 90er Jahren, wenn die Krankenhäuser hier in Russland nichts hatten, 18 Eisenbahnkontainer mit Medikamenten nach Russland gebracht. Wir haben insgesamt 96 Kontainer aus unserem kleinen Bezirk (Bezirk Magdeburg) hierher gebracht, aber genau wie früher uns nicht nur wichtig war materiell zu helfen, sondern die freundschaftlichen Beziehungen zwischen russischen und deutschen Menschen zu knüpfen, auch nach der Wende zu erhalten, denn im Westen das ja alles ausgerichtet gewesen — nach Amerika, Westdeutschland usw. Und wir haben gesagt: In schweren Stünden dürfen wir unsere Freunde nicht im Stich lassen und andererseits müssen wir alles dafür tun, dass die Freundschaft sich trotz alle Schwierigkeiten entwickelt weiter.

Im Jahr 2010 bin ich sehr-sehr froh über unseren Aufenthalt hier. Wir haben sehr viele Begegnungen, Treffen, wir haben eine Ausstellung und ich möchte den Hörern sagen: Sie müssten sie sicher besuchen. Das ist auf dem „Poklonnaja Gora“, dort ist für einen Monat eine Ausstellung von dem deutschen Maler Pr. Adolf Böhlich aus der Stadt Dresden, der dem russischen Volk und natürlich den Deutschen sehr verbunden ist, der sehr gelitten hat usw. Er stellt seine Aquarelle aus. Er findet heute auch hier große Anerkennung. Seine Werke weisen eben die Blick in die Zukunft — nämlich zeigen unserem Land Heldentum, Freundlichkeit und also nicht nur das Kriegzeitalter. Vielleicht noch so viel haben wir auch Bilder von dem deutschen Malern Christian Modersohn. Während des II Weltkrieges hat er russische Menschen statt Hitler und Propaganda gezeichnet, um ihre Gesichte und Verluste zu zeigen, z. B. die drei russische jungen Menschen, die ihm das Leben gerettet haben. Er zeigt russische und andere Menschen mit würdigem menschlichen an. Nun müssen wir sehen, was wird daraus machen um jede Freundschaft weiter zu führen — schöpferisch mit Ideen.“

Olga Tarassowa: Die Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Hannelore Danders, und der Mitbegründer der Dresdener Gesellschaft Viktor Maximow sowie die anderen aktiven Helfer wissen auch um die Resonanz der Hilfslieferungen in Russland. Die Hilfe aus Deutschland sei ein Beitrag zur Aussöhnung einstiger Feinde, deutscher und sowjetischer Kriegsveteranen, und für das Entstehen freundschaftlicher Verbindungen. „Dafür lebe ich!“ sagt Viktor Maximow.

Die ausführlicheren Informationen können Sie auf der Site der Gesellschaft zur Hilfe für Kriegsveteranen in Russland e. V. finden.

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