Die Redaktion der STIMME RUSSLANDS hat sich mit dem Team von RIA Novosti vereinigt und gemeinsam ein modernes Markenzeichen des 21. Jahrhunderts – SPUTNIK – gegründet. Wir setzen unseren digitalen Informationsdienst fort und werden auch weiter den hohen journalistischen Standards folgen. Besuchen Sie unsere neue Webseite!
23 Januar 2011, 10:52

Rußland bei der Messe „Grüne Woche“ in Berlin. Pressekonferenz der Landwirtschaftsministerin der Russischen Föderation Jelena Skrynnik

Rußland bei der Messe „Grüne Woche“ in Berlin. Pressekonferenz der Landwirtschaftsministerin der Russischen Föderation Jelena Skrynnik

Aus dem Anlaß der Eröffnung der weltgrößten Messe für Agrarindustrie, Grüne Woche Berlin hielt die russische Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik eine Pressekonferenz. Unsere Korrespondentin Marina Mantay war dabei.

Aus dem Anlaß der Eröffnung der weltgrößten Messe für Agrarindustrie, Grüne Woche Berlin hielt die russische Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik eine Pressekonferenz. Unsere Korrespondentin Marina Mantay war dabei.

Die zentralen Themen der Pressekonferenz waren die Auswirkungen des regenlosen Sommers auf die Lebensmittelversorgung in Rußland und die Aussichten auf die Einführung russischer Erzeugnisse am deutschen Markt. Der sog. Dioxin-Skandal, wegen dem Rußland Importbeschränkungen auf Schweinefleisch aus Deutschland verhängt hat, blieb ebenfalls nicht unbeachtet. Die Ministerin betonte, daß die Teilnahme an der Messe für Rußland prinzipiell wichtig ist, da der internationale Austausch von Erfahrungen einen unentbehrlichen Bestandteil der Verbesserung der Landwirtschaftszweige ausmacht.

Beispielsweise hat Rußland ein Projekt zur Entwicklung der Melioration bis 2020 präsentiert, dessen Zweck ist, die negativen Auswirkungen von Naturerscheinungen wie etwa der Dürre zu bekämpfen. Des weiteren gehört für die zahlreichen Regionen Rußlands die Anwerbung ausländischer Investitionen zu den wichtigsten Zielen ihrer Teilnahme an der Grünen Woche.

„Bereits am ersten Messetag wurden Abkommen für 200 Mio. Euro zur Anwerbung von Investitionen für die russische Agrarindustrie in mehreren Bereichen unterzeichnet“, sagt Jelena Skrynnik, „u. a. in Pflanzenzucht, Fleischviehzucht, Entwicklung von Weinbau, Gartenbau und Melioration.“

Rußland zählt zu den festen Teilnehmern der Grünen Woche, es stellt schon zum 17. Mal seine Erzeugnisse aus. In diesem Jahr ist die einheimische Agrarindustrie mit 27 Regionen des Landes vertreten. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmer stark zurückgegangen wegen den Auswirkungen der Dürre, von denen 47 Regionen Rußlands betroffen wurden, einschließlich des Nordkaukasus, der zum Hauptpartner der Messe werden sollte. Wegen der Dürre ist der Ertrag um 35 Prozent niedriger ausgefallen. Der betroffenen Region hat die benachbarte Region Krasnodar eine hilfreiche Hand geboten.

„Statt der geplanten 85 Mio. Tonnen Getreide konnten im vergangenen Jahr nur 60 Mio. Tonnen bearbeitetes Getreide erzielt werden. Das hat sich aber als genug erwiesen (im Hinblick auf die 26 Mio. Tonnen Übergangsvorräte, die wir in Rußland hatten), um den inneren Bedarf zu decken“, sagte weiter die Ministerin. Unser Land hat keine Probleme mit der Herstellung von Schweine- und Geflügelfleisch. Auch in der Molkerei sind die Zahlen nicht schlecht. Es ist zwar ein Rückgang zu verzeichnen, aber kein bedeutender. Wir haben eine stabile Situation bei der Herstellung von Rindfleisch. Laut der Ministerin ist die Situation in der Branche stabil dank den Maßnahmen, die von der russischen Regierung getroffen wurden. Insbesondere wurden im Staatshaushalt 35 Mrd. Rubel für die Unterstützung der Landwirte in den betroffenen Regionen bereitgestellt. Darüber hinaus sind die Regionen selbst mit weiteren ca. 10 Mrd. Rubel eingesprungen.

Zum Thema Dioxin-Skandal teilte der Leiter der russischen Agraraufsicht Sergej Dankwert mit, daß Rußland am 20. Januar den Import lebender Schweine aus Deutschland untersagt hat, für die Zeit, bis die Mitarbeiter dieser Behörde von den Lieferanten und dem deutschen Tiergesundheitsdienst Garantien für die Lebensmittelsicherheit erhalten. Bezüglich der Lebensmittelexporte aus Rußland nach Deutschland wies Jelena Skrynnik darauf hin, daß die Verhandlungen mit der Europäischen Union über die Lieferungen der einheimischen Milch- und Fleischproduktion aktiv verlaufen, darüber hinaus werden zusammen mit Brüssel die Möglichkeiten zur Vereinheitlichung der veterinären und phytosanitären Anforderungen von Rußland und der EU erwogen:

„All das wird dazu beitragen, daß unsere Produkte in den EU-Ländern einschließlich Deutschland erhältlich sein werden“. Die russische Ministerin bekräftigte auch die Wichtigkeit der Weiterentwicklung der Bio-Markierungen in der Europäischen Union und versicherte, daß Rußland die Öko-Produkte befürwortet und sich gerade dem aufkommenden Trend anschließt.

Sie hörten die Reportage unserer Korrespondentin in Berlin Marina Mantay über die Pressekonferenz der russischen Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik anläßlich der Eröffnung der weltgrößten Messe für Agrarindustrie Grüne Woche 2011.

  •  
    teilen im: