Die Redaktion der STIMME RUSSLANDS hat sich mit dem Team von RIA Novosti vereinigt und gemeinsam ein modernes Markenzeichen des 21. Jahrhunderts – SPUTNIK – gegründet. Wir setzen unseren digitalen Informationsdienst fort und werden auch weiter den hohen journalistischen Standards folgen. Besuchen Sie unsere neue Webseite!
17 Dezember 2011, 15:56

Russland kehrt nach Afrika zurück

Russland kehrt nach Afrika zurück

Der afrikanische Kontinent sei für russische Investitionen offen, erklärte der Premierminister Äthiopiens Meles Zenawi auf dem Internationalen Business-Forum „Russland-Afrika“ in Adis-Abeba. Die äthiopische Hauptstadt Adis Abeba wurde der Ort, wo die Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Afrika eine Renaissance erleben.

Der afrikanische Kontinent sei für russische Investitionen offen, erklärte der Premierminister Äthiopiens Meles Zenawi auf dem Internationalen Business-Forum „Russland-Afrika“ in Adis-Abeba.

Die äthiopische Hauptstadt Adis Abeba wurde der Ort, wo die Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Afrika eine Renaissance erleben. Die starke Seite Russlands bestehe in den langjährigen Beziehungen zum afrikanischen Kontinent, bemerkte der Premierminister Russlands Wladimir Putin in seinem Grußschreiben an die Forumsteilnehmer. In den letzten Jahren gewinne die Zusammenarbeit Russlands mit den Ländern Afrikas erneut an Tempo, heißt es im Text, den der Sonderbeauftragte des Präsidenten Russlands für die Zusammenarbeit mit den Ländern Afrikas Michail Margelow vorlas. Im Grußschreiben Wladimir Putins steht, das Volumen des gegenseitigen Warenaustausches nehme zu, an den Märkten der afrikanischen Staaten hätten solche russischen Korporationen wie Gazprom, Rosatom, LUKOIL, Rusal und Sewerstal Fuß gefasst, die solide Mittel in die Entwicklung der Metallurgie und Bergbauindustrie, der Computertechnologien und der Satellitenverbindung investieren.

Russland ist beim Forum in Adis Abeba mit einer repräsentativen Delegation vertreten. Zu ihr gehören Top-Manager der bedeutendsten russischen Energie-, Bergbau-, Verkehrs-, Bau- und Finanzunternehmen. Afrika sei für das russische Business ein Kontinent der Möglichkeiten geworden, erklärte der Berater des Vorstandsvorsitzenden der Gazprombank Boris Iwanow. Ferner sagte er Folgendes:

„Es gibt objektive Gründe, weshalb russische Unternehmen, vor allem mit staatlicher Beteiligung, in Afrika präsent sein müssen. Vor allem ist das eine Rohstoffbasis, zum Beispiel der Seltenerdenmetalle, darunter des Uran. Russland besitzt keine großen Vorräte dieses strategischen Rohstoffes. In diesem Jahr haben wir die praktische Tätigkeit im Niger begonnen, wo die Gazprombank zwei Projekte in der Sphäre der geologischen Erkundungen von Uran-Vorkommen besitzt: Tuluk-2 und Tuluk-4. Dieses Projekt hat mehrere Phasen. Die erste Phase wird auf 15 Millionen Dollar geschätzt.“

In Afrika sind bereits mehrere hundert russische Unternehmen in solchen Sphären tätig, wie es die Automobilmontage, der Luftverkehr und die Energiewirtschaft sind. Guinea exportiert Bauxite nach Russland. Groß ist auch das Interesse für die russische Militärtechnik, die nach Angola, Kamerun, Namibia, Guinea und Nigeria geliefert wird. Auch in Mali, Mosambik und Äthiopien besteht ein hohes Interesse für Erzeugnisse des russischen Maschinenbaus. Russland und Nigeria haben eine Vereinbarung über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen Gazprom und der Nigerianischen nationalen Erdölkorporation abgeschlossen. Es existieren Pläne für die Zusammenarbeit mit diesem Land bei der Verlegung einer Gaspipeline durch die Sahara. Sie soll Nigeria mit Europa verbinden. Auch in der Landwirtschaft existiert ein großes Potential für die Kooperation. Attraktiv sind die Projekte in der Touristiksphäre. Kurz gesagt, das ist eine bei weitem nicht vollzählige Liste der Aktivitäten unserer Unternehmen in Afrika.

Die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Russland und Afrika schauen auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück, als noch die Sowjetunion exis tierte. Gerade damals wurde die politische und ökonomische Basis für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen geschaffen.

Russland kehrt nun mit Finanzkapital und mit neuen Technologien nach Afrika zurück. Das ist bereits eine vollendete Tatsache. Seine Schritte auf dem afrikanischen Kontinent werden immer überzeugender. Urteilt man nach den Ergebnissen des Forums in Äthiopien, werden auch bald russische Fachleute in Afrika Bohrtürme errichten, Pipelines verlegen, Atomkraftwerke bauen und Satellitensysteme schaffen.

  •  
    teilen im: