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13 Februar 2012, 20:25

Europa schafft Gegengewicht

Europa schafft Gegengewicht

In den nächsten Monaten soll in Europa die eigene Ratingagentur entstehen, die den Finanz- und Wirtschaftszustand der EU-Länder analysieren wird. Im Grund genommen soll sie den größten amerikanischen Ratingagenturen gegenüberstehen, deren Prognosen die Krise der Euro-Zone oft erschweren.

In den nächsten Monaten soll in Europa die eigene Ratingagentur entstehen, die den Finanz- und Wirtschaftszustand der EU-Länder analysieren wird. Im Grund genommen soll sie den größten amerikanischen Ratingagenturen gegenüberstehen, deren Prognosen die Krise der Euro-Zone oft erschweren.

Einigen Experten zufolge handeln solche Agenturen im Interesse bestimmter Spieler, die in der globalen Wirtschaft miteinander konkurrieren. Die gr öß ten   Agenturen  – Moody's, S&P и Fitch –  befinden   sich   in   den   USA.  Diese   Tatsache   lässt   auf   deren   vorgefasste   Bewertung   der   Eurozone   schlie ß en .  Doch die drei amerikanischen Agenturen genießen bereits einen guten Ruf, während die neue europäische Agentur als politisch engagiert vermutet werden könnte, - meint Denis Barabanow, Experte der Firma „Grandis Kapital“.

"Diese Agentur hat sich auf dem Markt noch nicht durchgesetzt. Es ist also kaum wahrscheinlich, dass die Weltbanken und Fonds deren Angaben nutzen würden. Eine gewisse Zeit muss vergehen, bis die Agentur einen Ruf gewinnt, und bis es klar wird, inwiefern sie politisch unabhängig ist".

Den Gründern der europäischen Agentur zufolge soll sie keinesfalls im Auftrag der Regierungen handeln. Die Agentur wird mit Unterstützung der deutschen Industriellen gegründet und wird privat sein. Die Idee, eine solche Struktur im Gegensatz zu den Agenturen Moody's, S&P und Fitch zu gründen, gehört allerdings der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die anderen EU-Staatschefs unterstützten die Idee und warfen den drei „Riesen“ die Dominanz auf dem Markt und die negative Rolle ihrer Prognosen für die Eurozone vor.

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