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24 Oktober 2012, 17:04

„Bauhaus“ in Moskau

„Bauhaus“ in Moskau

Am 23. Oktober wurde in der russischen Hauptstadt, in der Galerie WCHUTEMAS, in der Nachbarschaft der Moskauer Architektur-Hochschule, die Ausstellung „Bauhaus in Moskau“ eröffnet. Sie wurde im Rahmen des russisch-deutschen Kulturjahres organisiert.

Am 23. Oktober wurde in der russischen Hauptstadt, in der Galerie WCHUTEMAS, in der Nachbarschaft der Moskauer Architektur-Hochschule, die Ausstellung „Bauhaus in Moskau“ eröffnet. Sie wurde im Rahmen des russisch-deutschen Kulturjahres organisiert.

„Bauhaus in Moskau“ – das ist eine Erzählung darüber, wie Bauhaus im Russland der 1920-er und 1930er Jahre wahrgenommen wurde, und wie diese berühmte deutsche Schule am sowjetischen künstlerischen Leben jener Zeit teilgenommen hatte. Obwohl die Architektur, das Bauhaus-Design und das pädagogische Konzept solcher Meister wie Johannes Itten oder Paul Klee im einheimischen baukünstlerischen Milieu gut bekannt sind, bleiben die Geschichte dieser Schule, ihre Atmosphäre und kreative Suche oft irgendwo im Hintergrund.

Das Hauptsujet der Exposition wurde die Chronik der Moskauer Ausstellungen, an denen sich Vertreter von Bauhaus beteiligten: „Erste allgemeine deutsche Kunstausstellung in der Sowjetunion“ (1924), „Revolutionäre Kunst des Westens“ (1926), „Erste Ausstellung der modernen Architektur“ (1927), „Bauhaus in Dessau. Die Periode unter der Leitung von Hannes Meyer. 1928-1930“ (1931), „Ausstellung der modernen deutschen Architektur“ (1932). Die Ausstellung „Genius loci“ erforderte auch die Einbeziehung einer Abteilung, die den Beziehungen zwischen Bauhaus und der WCHUTEMAS gewidmet ist.

Wolfgang Thörner, der Leiter der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau, betont die besondere psychologische und emotionale Komponente d ieser, wie er meint, in großem Maße mehr menschlichen als faktologischen Ausstellung:

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Die Ausstellung „Bauhaus in Moskau“ stützt sich auf Forschungen der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Museums der Moskauer Architektur-Hochschule, der Kunstwissenschaftlerin Tatjana Efrussi, in den Jahren 2011-2012. Für die Exposition wurden wichtige Dokumente ausgewählt, die den Kontext der Vorbereitung und die Besonderheiten bei der Vorbereitung der Ausstellungen in den 1920er und 1930er Jahren widerspiegeln. Sie wurden in deutschen und russischen Archiven, in Museen und in Privatsammlungen entdeckt. Eine jede Ausstellung wird illustriert durch Exponate, die damals die stärkste Reaktion beim Publikum und bei den Kritikern auslösten, ebenso durch Fragmente aus dem privaten Briefwechsel, durch Erinnerungen, Fotos, kritische Publikationen und Resonanzen.

In der Exposition sind Materialien der Stiftung Bauhaus Dessau, des Bauhaus-Archivs in Berlin, des Staatsarchivs der Russischen Föderation, des Museums der Gesc hichte der Moskauer Architektur-Hochschule, des Saratower A. N. Radischtschew-Kunstmuseums sowie der Gunta Stölzl-Stiftung zu sehen.

Die Ausstellung bleibt bis zum 29. Oktober geöffnet.

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