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30 November 2012, 09:44

Exklusivinterview mit Eva Herman: Zwischen Zensur, Feminismus, Steinzeit, Putin und Gott. TEIL 4

Exklusivinterview mit Eva Herman: Zwischen Zensur, Feminismus, Steinzeit, Putin und Gott. TEIL 4

Welche Rolle haben die Medien hier? Sie unterstützen die Politik. Gender Mainstreaming, also die Auflösung der Geschlechter, wird seit Jahren Schritt für Schritt umgesetzt, auch in den Medien. Alles wird positiv beschrieben, Kritik ist nicht zugelassen.

Welche Rolle haben die Medien hier?

Sie unterstützen die Politik. Gender Mainstreaming, also die Auflösung der Geschlechter, wird seit Jahren Schritt für Schritt umgesetzt, auch in den Medien. Alles wird positiv beschrieben, Kritik ist nicht zugelassen. Doch kaum jemand der Journalisten oder Politiker beschreibt das Ziel: Dass die Gesellschaft lernen soll, dass der Mensch bei seiner Geburt geschlechtsneutral ist. Der helle Wahnsinn! Und dass jeder Mensch jederzeit und immer wieder sein Geschlecht ändern können soll: Männlich, weiblich, bisexuell, homosexuell, transsexuell usw. Schon in Kindergärten gibt es Gender-Programme gegen die »stereotypische Einteilung in Jungen und Mädchen«, wo die kleinen Mädchen Hosen tragen und mit Autos und Pistolen spielen sollen, während die Jungs Prinzessinnenkleider anhaben und mit Kosmetikkörben spielen. In Schulen gibt es Gender-Unterricht, in Unis und Hochschulen ebenso. Die Bevölkerung merkt immer noch nichts von diesem größten Umerziehungsprogramm der Menschheitsgeschichte, durch Manipulation und Propaganda werden die Programme weitgehend unauffällig eingeführt und umgesetzt. Begriffe wie Gleichstellung und Frauenquote resultieren daraus. Wenn man immer wiederholt, wie wichtig das sein soll, glaubt es am Ende auch der letzte Bürger. Früher gab es zum Beispiel den Begriff »frühkindliche Bindung«, also die notwendige Bindung zwischen Mutter (oder Vater) und Kind. Dieser Begriff wurde durch propagandistische Veränderung eines einzigen Buchstabens zur »frühkindlichen Bildung« umfunktioniert, womit die Krippen gemeint sind, in denen sich Fachkräfte um unsere Kinder kümmern, weil die Mütter angeblich nicht dazu in der Lage sind. Eine Frechheit! Die Fremdbetreuung von Säuglingen wurde in den neunziger Jahren von Renate Schmidt, SPD-Familienministerin, eingeführt. Doch als Ursula von der Leyen (CDU) 2005 Familienministerin wurde, hat sie dieses Familien-Zersetzungsprogramm von der SPD eins zu eins übernommen.

Sie reden von hellem Wahnsinn. In welcher Zeit befinden wir uns?

Wir befinden uns offensichtlich in jenem Zyklus, der in der Bibel als das Jüngste Gericht bezeichnet wird. Paulus schrieb über diese Zeit: »Und Gott wird eine große Blindheit über die Menschheit kommen lassen und sie werden alle Lügen des Satans glauben«. Es ist klar, dass der Teufel sich über die generalstabsmäßige Mutter-Kind-Trennung die Hände reiben wird. Die fatalen gesellschaftlichen Folgen von Bindungslosigkeit, fehlender Verantwortung und Rücksichtnahme, von Gefühlskälte und Interessenlosigkeit liegen bereits mehr als deutlich auf der Hand.

Eine Verschwörungstheorie?

Verschwörungstheorie? Was wird heute nicht alles als Verschwörungstheorie bezeichnet. Schon wenn die Menschen gewisse politische Aussagen kritisch prüfen, wie zum Beispiel die derzeitige Euro-Vernichtungspolitik, die hier als Euro-Rettungspolitik bezeichnet wird, gelten sie schon als Verschwörungstheoretiker. Doch es steht im Alten Testament, Jesaja 8, unter anderem über diese sogenannte Endzeit geschrieben: »Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt; und fürchtet nicht ihre Furcht und erschrecket nicht davor«.

Man braucht heute Mut und viel Kraft, um bei seiner Meinung zu bleiben. Der Begriff Verschwörungstheorie ist mittlerweile genau solch ein K.O-Instrument wie auch die Nazi Keule geworden. Menschen kann man bei uns schnell diskreditieren, wenn man sie als Nazi, als Vergewaltiger oder als Verschwörungstheoretiker abstempelt.

Schauen Sie sich heute die Nachrichten an?

Wir haben alle Tageszeitungen abbestellt und hören nur noch zufällig im Radio Nachrichten, schauen manchmal im Fernsehen, wenn es um relevante brisante Themen geht, wie die Mainstream-Medien das jetzt wohl darstellen? Die meisten Informationen hole ich mir aus dem Internet. Dort gibt es immer mehr unabhängige internationale Portale, einige mutige Journalisten im In- und Ausland kenne ich persönlich. Und immer mehr Menschen werden wach. Die großen Zeitungen verlieren hier dramatisch an Auflage, gerade wurden wieder mehrere bekannte Traditionszeitungen eingestellt. Und das Thema ist noch nicht zu Ende, es wird schon in absehbarer Zeit eine drastische Situation für alle Zeitungsverlage erwartet.

Schreiben Sie an einem neuen Buch?

Derzeit arbeite ich an keinem Buch, halte auch keine Vorträge und verfasse keine Artikel. Ich bin gemütlich zu Hause und kümmere mich um meine Familie. Jetzt beginnt die Weihnachtsbäckerei, es gibt im Heim viel zu tun, alles wird geschmückt. Die Tage sind so kurz geworden. Viele Tiere sind im Winterschlaf, auch ich trete ein wenig kürzer. Im neuen Jahr wird dann sortiert, was alles ansteht.

Gibt es Pressefreiheit in Deutschland?

An dieser Stelle möchte ich gerne auf den Politik-und Wirtschaftsjournalisten Harald Schumann verweisen, derzeit beim Berliner Tagesspiegel tätig. Seinen Worten ist im Prinzip nichts hinzuzufügen. Der Journalist übte im November 2010 in einem Interview scharfe Kritik an der viel gepriesenen Pressefreiheit deutscher Medien. Der Autor betonte, wenn Journalisten heutzutage einen Bericht hervorragend recherchiert und geschrieben hätten, sei es noch lange nicht so, dass das dann automatisch auch so im Blatt erscheine. Vielmehr würden die Berichte sehr häufig zurechtgebogen, wenn der Inhalt den jeweiligen Gesinnungen, Absichten und Interessen ihrer Vorgesetzten nicht entspreche. Der langjährige Spiegelredakteur betonte, die Kollegen dürften sehr häufig nicht die Wahrheit schreiben. Das habe er selbst viele Jahre am eigenen Leibe beim Spiegel erlebt und wisse es auch aus anderen Redaktionen. Die Wahrheit werde oft verbogen, weil Chefs und Verleger ihre eigene Weltsicht widergespiegelt sehen wollen. Er vermisse die innere Pressefreiheit, so der Wirtschaftsjournalist.

Wer sich vorzustellen versucht, was das im Einzelnen bedeutet, der ahnt, wie viel in der öffentlichen Berichterstattung im Argen liegen muss. Und der versteht auch, warum das Vertrauen der Bürger in die Medien ebenso dramatisch gesunken ist wie in die Glaubwürdigkeit der regierenden Politikerelite.

Kommt es zu einem Knall?

Wenn Sie einen Druckkessel haben, und wenn Sie den Deckel immer kräftiger auf den Kessel pressen müssen, weil der Druck immer stärker wird, so sammelt sich darunter viel Energie an, so dass der Deckel eines Tages doch wegfliegt. Ich will nicht das Wort Revolution in den Mund nehmen, dazu sind hierzulande viele Menschen noch viel zu satt und zufrieden. Aber unter diesem Deckel werden derzeit eine Menge von gewaltigen Problemen krampfhaft zurückgehalten. Ob es die familienpolitischen Maßnahmen sind, ob es die Europolitik betrifft, mit der zunehmend mehr Menschen nicht einverstanden sind, ob es die sogenannte Integrationspolitik anbelangt oder unsere neue Energiepolitik, die uns Bürger jetzt teuer zu stehen kommt, oder ob es um die fehlenden Werte geht, die schlicht nicht mehr vermittelt werden: So wie die Weichen gestellt sind, kommt der große Knall. Oder es kann uns nur noch ein Wunder retten.

Kann nur Gott uns noch retten?

Es ist bei uns aus der Mode gekommen, über Gott zu sprechen. Ehemalige Kollegen haben mir neulich gesagt, dass ich wieder in die Medien zurückkehren könnte, wenn ich nicht immer öffentlich über unseren Schöpfer sprechen würde. So weit ist es offenbar leider gekommen. Es fehlt uns Menschen die Verbindung nach oben. Und damit fehlt uns vor allem die Liebe. Ich meine die Nächstenliebe und nicht die Liebe alleine in dieser inzwischen völlig überzogenen körperlichen Form. In unserem ehemaligen Land der Dichter und Denker finden wir heute kaum noch Kunst, die durch Höheres, durch Spiritualität beeinflusst wird. Russische Künstler, wie zum Beispiel der Maler Wladimir Wladimirov aus Sibirien, den ich sehr schätze, bewahren noch diese geistige Lebendigkeit, die mit den Schöpfungsgesetzen in Verbindung steht. Es heißt in einigen Prophezeiungen, dass es Russland als erstes sein wird, welches in der Gesamtheit als Volk nach dem Jüngsten Gericht den Schöpfer als seinen höchsten »Chef« erkennen wird. Die ersten Schritte dazu werden offenbar bereits getan, wie anfangs in diesem Interview angesprochen: Geist und Seele der Menschen werden genährt. Ich bin überzeugt davon, dass wir vor einem enormen geistigen Wandel auf der Welt stehen.

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