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23 Oktober 2013, 16:53

Sayat Nova: Zum 300. Geburtstag eines armenischen Genies

Sayat Nova: Zum 300. Geburtstag eines armenischen Genies

STIMME RUSSLANDS Der Klassiker der armenischen Literatur, Owanes Tumanjan, schrieb: „Sayat Nova kann man für ein Symbol des Lebens und der Qualen des armenischen Volkes halten. Mit dem Stempel eines Genies an der Stirn, mit dem christlichen Kreuz in der Hand, mit einem Schwert im großen und edlen Herzen.“

Sayat Nova ist das Bühnenpseudonym des herausragenden armenischen „Ashugs“ (Sängers, Dichters und Komponisten) Arutjun Sajadjan, der 1712 in Tiflis geboren wurde. Seine Werke verfasste Sayat Nova in armenischer, georgischer und türkischer Sprache. Er beherrschte mehrere Volksmusikinstrumente. Den zentralen Platz in seinem Schaffen nahm die Liebeslyrik ein.

Am 20. Oktober fand in Moskau ein Konzert statt, das dem 300. Geburtstag Sayat Novas gewidmet war. Am Konzertprogramm nahmen teil: das Verdiente Ashuglied-Ensemble „Sayat Nova“ des Öffentlichen Rundfunks der Republik Armenien, sowie Stars der armenischen Estrade, solche wie Alla Lewonjan, Andre, Arman Ogannessjan, Inga und Anush Arschakyan, Nersik Ispirjan, Siruscho, um bloß einige zu nennen.

Die Geschichte des „russischsprachigen“ Sayat Nova ist mit dem bekannten russischen Dichter des Symbolismus Valeri Brjussow eng verbunden. Nach der berühmten Brjussowschen „Poesie Armeniens“ (Moskau, 1916) war der große Ashug in russischsprachigen Ausgaben der sowjetischen Periode, in erster Linie in der „Anthologie der armenischen Poesie“, besonders stark vertreten.

Brjussow hebt mit Fug und Recht Sayat Nova unter den Schöpfern vom „neuen Typ“ hervor und vertritt den Standpunkt, dass “er die Poesie der Ashugs auf eine vor ihm unerreichbare Höhe gehoben“ und „durch die Kraft seines Genius“ das Handwerk eines Volkssängers in die „hohe Dichterberufung“ verwandelt habe.

Dem Schaffen von Sayat Nova wendet man sich auch im 21. Jahrhundert zu. Der Sammelband „Alle Wege führen zum Licht“ der Schriftstellerin Lussiné Hatschatrjan wird durch mehrere Kurzstücke eingeleitet, in denen Gedichte von Sayat Nova originell genutzt werden, denn sie beinhalten die uralte Philosophie des Volkes. Das erste Stück, das „Sayat Nova“ betitelt ist, ist einer Legende gewidmet, die dem tragischen Tod des Sängers gewidmet ist. Er ist durch Perser mit dem Namen Christi auf den Lippen umgebracht worden. Lussiné Hatschatrjan hat alles erforscht, was mit der Persönlichkeit von Sayat Nova verbunden ist, sie hat dem Studium der Kultur und der Traditionen des Kaukasus größte Beachtung geschenkt.

Auf diese Weise werden die Worte des großen russischen Dichters Valeri Brjussow davon bekräftigt, dass sich ein Volk, welches Sayat Nova geboren hat, somit „für alle Zeiten in die Zahl der Kulturnationen involviert hat, die sich an dem gemeinsamen Schöpfertum der Menschheit beteiligen“. („Russkaja Mysl“, 1916, Heft 9).

Es klingt die Musik von Sayat Nova:

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Auf dem Video das Auftreten der armenischen Stars Inga und Anush Arshakyan. Sie legen sehr großen Wert auf die Bewahrung der traditionellen, viele Jahrhunderte alten armenischen Musik. Die Schwestern Inga und Anush Arshakyan waren auch Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2009.

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