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24 Oktober 2013, 16:42

Kommentar einer FEMEN-Aktivistin zur jüngsten Aktion in Hamburg

Kommentar einer FEMEN-Aktivistin zur jüngsten Aktion in Hamburg
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STIMME RUSSLANDS FEMEN-Aktivistinnen haben während des Bürgerdialogs zum Flüchtlingsproblem am Dienstagabend vor Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz wieder mal eine Oben-Ohne-Aktion veranstaltet.

Alexander Sorkin hat mit einer der Aktivistinnen der FEMEN-Bewegung gesprochen, die auch an der Aktion in Hamburg teilnahm.

Was wollte FEMEN mit der Aktion in Hamburg bezwecken? Was sind eure Forderungen?

Unsere Forderungen sind, dass die Lampedusa-Flüchtlinge hier menschlicher behandelt werden sollen und dass vor allem diese rassistischen Kontrollen aufhören müssen. Wir wollten damit unsere Solidarität bekunden und einfach Aufmerksamkeit, mehr Öffentlichkeit für dieses Problem erregen.

Habt ihr selbst mit den Flüchtlingen in Hamburg kontaktiert?

Wir haben uns sehr damit auseinandergesetzt. Und ich persönlich bin vor 20 Jahren als Asylantin mit meinen Eltern nach Deutschland eingereist und weiß, wie sich Asylanten oder auch Flüchtlinge gerade fühlen. Ich kann die Situation, in der sich die Flüchtlinge momentan befinden, sehr gut nachvollziehen. Diese Aktion lag mir deshalb persönlich sehr am Herzen.

Wie haben die Sicherheitskräfte auf die Aktion reagiert?

Sehr heftig, unbeschreiblich heftig! Ich bin am ganzen Körper zerkratzt, ganz stark an den Armen, von blauen Flecken braucht man gar nicht reden. Die haben uns alle auf den Boden geschmissen. Mich haben sie an die Wand geklatscht. Dabei ist mir sogar meine Brille heruntergefallen. Es ist unbeschreiblich, wie die uns gestern angefasst haben. So hart sind wir bis jetzt noch nie von Sicherheitskräften behandelt worden.

Wird inzwischen der FEMEN-Bewegung wegen der Aktion in Hamburg rechtlich irgendwas vorgeworfen?

Unsere Personalien sind aufgenommen worden. Letztendlich müssen wir einfach abwarten, ob eine Anzeige folgt oder nicht. Gerade was auch die Anzeigen angeht, dauert immer sehr lange.

Wo sind nächste Aktionen zu erwarten? Verraten Sie das?

Nein! Es sind noch etliche Aktionen zu erwarten! Wann, wie, wo, kann ich Ihnen nicht sagen!

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