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10 April 2014, 17:25

Private US-Truppen sind anscheinend schon in der Ukraine

Private US-Truppen sind anscheinend schon in der Ukraine

STIMME RUSSLANDS Nach Angaben aus Donezk ist eine weitere Gruppe der amerikanischen Söldner am Flughafen der Stadt eingetroffen. Die Maidan-Regierung plant, diese Söldner bei Säuberungsaktionen im Gebiet einzusetzen. Sergej Zyplakow, stellvertretender Leiter der Volkswehr vom Gebiet Donbass behauptet, die Landtruppe zähle 100 Söldner. Amerikanischen und britischen Presseberichten zufolge beträgt die Zahl der Söldner, die die Kiewer Führung im Südosten der Ukraine einsetzen will, bis zu 1.800 Menschen.

Am häufigsten erwähnt werden die US-amerikanischen privaten Militärunternehmen Blackwater und Greystone. Greystone-Vertreterin Tiffany Anderson sagte am 10. April, sie habe keine Soldaten im Osten und Süden der Ukraine. Allerdings sind solche Verleugnungen an der Tagesordnung, doch sie sind unglaubwürdig. Wir stehen immer in engem Kontakt mit dem Außenministerium, der CIA und dem Verteidigungsministerium, sagte Erik Prince, Gründer von Blackwater, gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender ABC. Dort ist strenge Geheimhaltung an der Tagesordnung. Ende vorigen Jahres veröffentlichte Erik Prince das Buch „Zivilkämpfer. Die Geschichte von Blackwater und den unbesungenen Helden der Terrorbekämpfung“. In diesem Buch schreibt er Folgendes: "Wir mischen uns nicht freiwillig in die Länder ein, die weit von den USA liegen. Man bittet uns immer, „eine Arbeit zu erledigen“. Und wir erledigen sie. Wir erledigen eine sehr ernsthafte Arbeit, von der niemand wissen sollte", so Erik Prince. Als Journalisten Prince um eine Erklärung seiner Worte baten, Präsident Obama sei wohl im Bilde über die Handlungen der privaten US-Armeen, die im Dienst der Regierung sind, ist das Erstaunlichste aufgetaucht. Die Frage und die Antwort waren wie folgt:

„In Ihrem Buch behaupten Sie, dass Ihre Beziehungen mit Präsident Obama viel stärker sind, als er das jemals gestehen würde. Was bedeutet das?“ – „Das bedeutet, dass es gewisse für ihn lebenswichtige US-Programme gibt, an denen wir beteiligt sind.“

Die Kampfeinheiten von Blackwater und Greystone, die bei groß angelegten Militäraktionen eingesetzt werden, bestehen aus 100 bis zu 300 Soldaten. Bisher sind also bis zu sechs Einheiten in die Ukraine versetzt worden. Die Soldaten bekommen zwischen 300 und 1.500 Dollar pro Tag. Britische Zeitungen berichten, dass die USA acht Millionen Dollar pro Monat ausgeben, um private Armeen in der Ukraine zu „pachten“. Bei Militäraktionen lassen sich Söldner von Greystone und Blackwater nur sehr schwer erkennen, weil sie in der Regel als lokale Polizei- oder Sondereinheiten getarnt werden, offenbart Andrej Popow, Oberstleutnant der Reserve eines russischen Geheimdienstes.

„In der Ukraine sind sie nach Vorschriften für lokale Sondereinheiten ausgerüstet. Sie haben AK-Sturmgewehre und Makarow-Pistolen. Sie tragen unsere Schutzwesten. Sie haben nur andere Kommunikationsgeräte für die geschlossene Verbindung. Gerade darin unterscheiden sie sich von der ukrainischen Sondereinheit „Sokol“. Sie sind wie jedes Sondereinsatzkommando gut ausgebildet, doch sie haben überhaupt kein Einfühlungsvermögen und gehen brutal vor. Deshalb werden sie bei gewaltsamen und blutigen Unterdrückungen lokaler Proteste eingesetzt.“

Neben Amerikanern könnten noch Vertreter anderer Nationen als Söldner angeheuert werden. Darunter sind ehemalige Sondereinsatzkämpfer, Polizisten oder Marineinfanteristen. Das ist eine Art privater „ausländischer Legion“.

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