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3 Mai 2014, 14:57

Tag der Pressefreiheit ist 20 Jahre alt

Tag der Pressefreiheit  ist 20 Jahre alt

STIMME RUSSLANDS Die freie Presse begeht ihr 20jähriges Jubiläum. 1993 hat die UNO-Vollversammlung den 3. Mai zum Welttag der Pressefreiheit ausgerufen. In den vergangenen Jahren, stellen die von der STIMME RUSSLANDS befragten Analysten fest, bleibe die Situation mit der Freiheit des gedruckten Wortes und dessen Autoren in einer Reihe von Ländern schwierig: Das Niveau der Schutzlosigkeit von Journalisten, die sich für ihr Recht einsetzen, die Wahrheit zu schreiben, ist hoch.

Als erste haben Vertreter der unabhängigen Presse der Länder Afrikas den Weg des offiziellen Schutzes der Journalistenrechte eingeschlagen. Sie waren es, die 1991 die „Windhuk-Deklaration“ angenommen hatten, welche alle Staatsregierungen dazu aufforderte, die Pressefreiheit zu gewährleisten.

Heute sei die freie Presse aus dem Leben eines jeden Landes, das sich als demokratisch bezeichnet, nicht mehr wegzudenken, dessen ist sich Pawel Gutiontow, Sekretär des Journalistenverbandes Russlands, sicher:

„Ich bin absolut davon überzeugt, dass sich kein moderner demokratischer Staat im 21. Jahrhundert ohne freie, unabhängige, starke und von der Bevölkerung geachtete Presse unmöglich aufbauen lässt. Man hat die Presse in den letzten Jahren sehr lange zu Grabe getragen und gesagt, dass sie nicht nötig sei, dass Internet, PR und die Informierung der Gesellschaft unmittelbar durch die Macht sie wandeln würden. Nichts Ähnliches ist eingetreten.“

Wie Experten feststellen, sei Syrien das gefährlichste Land für die Vertreter von Massenmedien. Die jüngste markante Bestätigung dafür ist die Rückkehr von französischen Journalisten nach einer fast ein Jahr währenden Gefangenschaft. Ja mehr noch: Nach Angaben des Internationalen Komitees für den Schutz von Journalisten seien während der Zeit der Konfrontation mehr als 60 Vertreter von Massenmedien getötet, und genauso viele seien entführt worden.

 

Russische Journalisten, welche die Ereignisse in Donezk beleuchteten, wurden von maskierten Unbekannten festgenommen und aus der Ukraine abgeschoben. Doch mit einem überzeugenden Schutz sollte man einstweilen nicht rechnen, meint Juri Gowerdowskij, führender Kolumnist der „Parlamentskaja Gaseta“:

„Journalisten werden bestimmten Verfolgungen ausgesetzt und diskriminiert. Von einem Schutzmechanismus habe ich nicht gehört. Moralische Unterstützung wird den Journalisten zuteil, die in solche Situationen geraten sind. Die Beteiligung irgendwelcher offiziellen Machtorgane durchzusetzen, so etwas gelingt es nicht.“

Besondere Beachtung wird den Beziehungen der Presse und der Macht geschenkt, und zwar werden an Staatsoberhäupter Schreiben mit der Schilderung von Problemen abgeschickt, die man aufmerksam verfolgen sollte.

Doch selbst die bestehenden Gesetze und die Tätigkeit von spezialisierten Organisationen vermögen es nicht, würdige Bedingungen für die Arbeit von Journalisten zu ermöglichen, fährt Pawel Gutiontow fort:

„Die Gesetze, die angenommen werden und die in diesem oder jenem Grade die Presse betreffen, frappieren einen durch ihre Unqualifiziertheit, ihre Hastigkeit, dadurch, dass sie nicht wohldurchdacht und nicht durchgearbeitet sind. Es ist nicht notwendig, irgendeine neue Organisation ins Leben zu rufen, um diese Situation zu ändern. Es kommt darauf an, die eigenen bereits bestehenden Pflichten schon heute wahrzunehmen, sie verantwortungsbewusst, vernünftig zu erfüllen.“

Der Welttag der Pressefreiheit ist die alljährliche Erinnerung der internationalen Gemeinschaft an die Menschenrechte. Wir müssen diese Rechte verteidigen, denn sie stellen die Grundlage der Demokratie dar und üben eine reale Einwirkung auf das Leben von Menschen in der ganzen Welt aus,




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