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8 Mai 2014, 13:22

„Unsterbliches Regiment“ tritt den Marsch an

„Unsterbliches Regiment“ tritt den Marsch an

STIMME RUSSLANDS Ein „Unsterbliches Regiment“ marschiert in Reih und Glied durch Dutzende Städte in Russland und im Ausland. Im Rahmen dieser groß angelegten Aktion gedenkt man der gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges sowie der KZ-Häftlinge und derjenigen, die damals in Rüstungsbetrieben gearbeitet haben. Der Marsch findet am 9. Mai statt, dem Tag des Sieges des sowjetischen Volkes über Nazideutschland.

Jeder, dessen Familie vom Großen Vaterländischen Krieg betroffen war, darf sich dem Marsch des „Unsterblichen Regiments“ anschließen. Man muss ein Bild seines Verwandten, der im Krieg war, auf einem Transparent platzieren. Mit diesen Transparenten marschieren die Menschen dann durch die Straßen. In Moskau beginnt die Aktion am sogenannten Verbeugungshügel. Der sowjetische Filmstar Wassilij Lanowoi ist auch unter den Teilnehmern. Er zeigt Bilder seines Vaters und seiner Mutter. Während des Krieges haben sie in einem Rüstungsbetrieb in Moskau gearbeitet:

„Es ist wunderbar, dass man auf diese Idee gekommen ist. Wir haben ihr mit Freude zugestimmt, denn das ist der sicherste Weg dazu, die Erinnerung an jene Generation unserer Väter, Großväter, Brüder und Schwestern zu bewahren. Sie haben alles gegeben, um die Freiheit unseres Landes und dessen Leben zu verteidigen.“

Projektkoordinator Nikolai Semzow sagt, die Aktion biete auch jungen Menschen eine Gelegenheit, etwas Gutes zu tun. Man brauche nur ein freiwilliger Helfer zu werden:

„Es wäre etwa eine gute Tat, einen älteren Menschen zu finden, der mit dem Foto eines Veteranen an der Aktion teilnehmen möchte, kann das aber nicht selbständig tun. Man könnte ihm dabei helfen, ein Transparent zu fertigen und bei Bedarf auch an den Ort der Veranstaltung zu bringen. Denn nicht jeder kann kommen.“

Die Aktion hatte erstmals 2012 im sibirischen Tomsk stattgefunden. Ein Jahr später nahmen bereits 120 russische Städte daran teil. Im laufenden Jahr machen auch Menschen in Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Israel mit. Jeder – unabhängig von seiner Staatsangehörigkeit und seiner Religion – kann einen gefallenen Soldaten in die Liste des „Unsterblichen Regiments“ eintragen. Mittlerweile enthält die Liste insgesamt mindestens eine halbe Million Namen. Diese Bürgerinitiative wird schnell zu einer neuen Tradition, um den großen Tag des Sieges zu feiern.

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