Die Redaktion der STIMME RUSSLANDS hat sich mit dem Team von RIA Novosti vereinigt und gemeinsam ein modernes Markenzeichen des 21. Jahrhunderts – SPUTNIK – gegründet. Wir setzen unseren digitalen Informationsdienst fort und werden auch weiter den hohen journalistischen Standards folgen. Besuchen Sie unsere neue Webseite!
17 November 2014, 19:02

Bundesregierung: Keine Differenzen in Russland-Politik

Bundesregierung: Keine Differenzen in Russland-Politik

STIMME RUSSLANDS Auf die Frage der STIMME RUSSLANDS bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin, ob die Anti-Putin-Äußerungen Merkels im Widerspruch zu den Entspannungsbestrebungen Steinmeiers in der Ukraine-Krise stehen, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, es gebe zwischen den beiden einen "intensiven Austausch nach der krisenhaften Zuspitzung der Lage in der Ukraine und im Verhältnis zu Russland" und betonte ausdrücklich eine "gemeinsame Haltung" bezüglich des Ukraine-Konflikts.

Die Kanzlerin äußerte zuletzt in einer außenpolitischen Rede in Sydney während des G20-Gipfels ungewöhnlich scharfe Kritik an Putin, den sie dort auch unter vier Augen getroffen hatte. Merkel warf Putin vor, seinen Einfluss auch auf andere Länder wie Serbien, Moldawien und Georgien ausweiten zu wollen.

Merkels rhetorischer Angriff steht im krassen Gegensatz zu Steinmeiers neuester diplomatischer Offensive zur Beruhigung der Situation in der Ostukraine. Der deutsche Außenminister wird am Dienstag zu wichtigen politischen Gesprächen in Kiew und Moskau erwartet, wo er mit der ukrainischen Führung und seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow die Lage erörtern wird. Die Reise diene dem Ziel, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen und die Spannungen aus dem Konflikt herauszunehmen, erklärte Schäfer.

Politische Beobachter in Berlin haben ihre Verwunderung über Merkels harsche Worte an Putin geäußert zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Ukraine-Krise wieder verschärft und es mehr denn je diplomatische Bemühungen zur Entspannung der Situation bedarf. Die Bundesregierung hatte in den letzten Tagen wiederholt vor einer akuten Kriegsgefahr im russisch-ukrainischen Konflikt gewarnt.

  •  
    teilen im: