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18 Dezember 2014, 15:47

Berlin fordert mehr EU-Gelder für syrische Flüchtlingskrise

Berlin fordert mehr EU-Gelder für syrische Flüchtlingskrise

STIMME RUSSLANDS Die deutsche Regierung hat deutlich mehr EU-Gelder für die Bewältigung der dramatischen Flüchtlingskrise in Syrien und den Nachbarländern angemahnt.  "Die Europäische Union muss mehr vor Ort tun", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller am Donnerstag in Berlin. Einer Sonder-Milliarde sei mehr als angebracht. "Es ist inakzeptabel, dass wir Monat für Monat die Weltgemeinschaft bitten müssen, ihren Beitrag zu leisten", erklärte er vor einer internationalen Konferenz im Auswärtigen Amt, wo mittel-und langfristige Notfall-Pläne für Syrien und die Region vorgestellt wurden.

"Die Flüchtlingskrise wird uns langfristig die nächsten Jahre fordern", bekräftigte Müller.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von "der größten humanitären Tragödie der Zeit" in Syrien und sagte in seiner Auftaktrede anlässlich der Syrien-Flüchtlingskonferenz, dass knapp zwölf Millionen Syrer dringend humanitäre Hilfe benötigen.

"Mehr als sieben Milliarden US Dollars werden benötigt, um diese humanitäre Katastrophe zu bewältigen. Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, ihre Solidarität mit den notleidenden Menschen in Syrien und den Nachbarländern zu zeigen und ihnen mittel-und langfristige Hilfe zur Verfügung zu stellen", sagte Steinmeier. Deutschlands Top-Diplomat warnte, dass diese humanitäre Katastrophe nicht nur eine Gefahr für die Region, sondern auch für die Welt darstellt.

Laut Angaben der Vereinten Nationen stieg die Zahl der syrischen Flüchtlinge innerhalb von weniger als vier Jahren von eine auf zwölf Millionen. Knapp 75 Prozent der Syrer leben in Armut. Es werden momentan dringend 2,9 Milliarden US-Dollar Soforthilfe benötigt, um der Flüchtlingsituation in Syrien und den umliegenden Ländern Herr zu werden, sagte die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos in ihrer Eröffnungsrede.

Auf Einladung der deutschen Regierung hatten sich am 28. Oktober bei der Syrien-Flüchtlingskonferenz Geber, Hilfsorganisationen und die von der Flüchtlingskrise betroffenen Nachbarstaaten in der "Berliner Erklärung“ auf Prinzipien für eine bessere und nachhaltigere Hilfe verständigt. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, dass diese zweite Syrien-Flüchtlingskonferenz keiner Geber-Veranstaltung sei.

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