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22 Dezember 2014, 13:48

Der Maidan kommt und geht, aber Geld will man immer

Der Maidan kommt und geht, aber Geld will man immer

STIMME RUSSLANDS Die Ukraine steht erneut mit ausgestreckter Hand vor dem Westen. Doch die USA und die Europäische Union beeilen sich nicht, ihr zu helfen. Sie versprechen Hilfe nur in dem Fall, wenn Kiew, nach der offiziellen Version, die versprochenen Reformen durchführt. Mehr noch, die Geberländer erklären immer öfter, dass es vielleicht gar kein Geld geben werde. Es ist eine feine Andeutung.

Etwa, dass man Geld nur denn geben werde, wenn das Land weiterhin Russland wie eine Gräte im Halse stecke. Dann könne man die Kredit-Dollar und Kredit-Euro nach eigenem Ermessen „erschließen“.

„Gibt man was – so nimm es, gibt man nichts – so sei pfiffig.“ So halten es offenbar die ukrainischen Behörden, wenn sie ein weiteres Mal eine Dienstreise planen, um Kredite zu holen. Dabei will Kiew nicht begreifen, dass die USA und die EU der Ukraine gegenüber keine besonderen Gefühle empfinden. Sie haben nicht vor, einen mächtigen Staat aus ihr zu machen, der den führenden westlichen Ländern ebenbürtig sein könne, sagt der Chef des Bereichs Aktiva-Verwaltung des Unternehmens „KFS Group“, Roman Andrejew, und fährt fort:

„Dieses Land wird zweifellos ausgeraubt werden, besonders seine strategischen Ressourcen: die Boden-, Wasser- und Energieträgerressourcen. All das wird zu Niedrigpreisen in den Westen gelangen. Die einzige Tarnung, mit der sie alle abfüttern – das sind die demokratischen Werte und die europäischen Standards. Die heutige politische Führung verspricht allen und jedem, dass das Volk bald mit einem ‚Goldregen‘ überschüttet werde. Und dem Volk reicht jetzt eine derartige Beruhigung der Seele. Man meint, noch etwas, und alles wird gut werden. Derartig niedrige Forderungen an die Behörden bringen auch eine große Anzahl von Politikern hervor, die Worte und theatralische Gesten realen Taten vorziehen.“

Brüssel und Washington leisten dem Vorschub. Ihnen gehe es jetzt vor allem darum, nicht die Betriebe und die Landwirtschaft der Ukraine zu retten, sondern das Land im Zaum zu halten, um es nach ihrem Ermessen zu lenken, sagt die Analystin des Unternehmens „Alpari“, Anna Kokarewa, und fährt fort.

„Der Westen wollte die Ukraine einfach zum Billigpreis erwerben. Die USA und die EU wollen zum Beispiel die Schiefergasvorkommen nicht zu einem superhohen Preis erlangen. Sie wollen ihre Politik gegen Russland nicht auf besonders teurem Wege voranbringen. Deshalb geben sie dem Land auch nur kleine Summen, damit die Ukraine sich irgendwie über Wasser halten kann. Eben ein Minimum, nur um, grob gesagt, nicht hungers zu sterben. Brüssel und Washington verstehen durchaus, dass diese Gelder in jemandes Taschen landen. Ein Teil der Kredite ist eigentlich auch dafür vorgesehen, damit gewisse Leute für ein gewisses Entgelt das tun, was ihnen der Westen diktiert.“

Derartiges tut man am besten getarnt, damit es das Volk nicht sieht. Zu diesem Zweck wurde die Gestalt des bösen „Moskal“ – des bösen Russen – ausgewählt, der angeblich die Krim annektiert hat und versucht, den Süddosten der Ukraine abzuzwacken. So lenkt man den Blick des Volkes in eine andere Richtung, und es interessiert sich weniger dafür, wohin konkret die Gelder verschwinden. Und sollte es das dennoch bemerken und begreifen, so würde man eine neue Macht ans Ruder bringen und auch einen neuen Feind finden. Technologien, das zu tun, gibt es viele. Eine davon wurde schon mehrmals in der Ukraine getestet. Hauptsache man fördert den Patriotismus und bringt die Emotionen bis zur Weißglut.

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