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23 Dezember 2014, 15:14

Bond, Tiroler James Bond: Sölden ist Drehort für „Spectre“

Bond, Tiroler James Bond: Sölden ist Drehort für „Spectre“

STIMME RUSSLANDS Am 7. Januar beginnen die Dreharbeiten an der 24. James Bond-Geschichte, diesmal mit einer österreichischen Note. Was vom Film zu erwarten ist, wie die Einheimischen auf James Bond reagieren und wie viele Russen sich einen Urlaub in Tirol wegen der Währungskrise leisten können, erzählte uns Holger Gassler, der bei Tirol Werbung GmbH für Tourismus-Marketing zuständig ist.

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„Wir sind als Tiroler natürlich überglücklich. Es gibt aber sonst sehr große Beziehungen zwischen James Bond und Tirol, weil Gründer von James Bond Ian Fleming einen Deutschkurs in Tirol besucht und Tirol lieben gelernt hat.“

Wie reagieren die Einheimischen auf die Dreharbeiten in der gemütlichen Gegend?

„007 ist der bekannteste Geheimagent weltweit und ist natürlich bei Jungen und bei Alten ein Begriff und ich glaube, dass es bei uns schon positive Auswirkungen gibt. Wir erhoffen uns einen großen Zustrom von Besuchern und einen wirtschaftlichen Ertrag durch die große Produktion des Filmes. Der größere Effekt ist aber für uns, die Marke Tirol international herauszutragen.“

Haben sich die Sanktionen auf Ihre Branche ausgewirkt? Können sich viele Russen jetzt wegen des Rubel-Kurses ein Reise nach Tirol leisten?

„Großteil unserer Gäste kommt natürlich aus Deutschland. Jährlich kommen zu uns über 8 Millionen Besucher. Russland ist bei uns im Winter auf Platz sechs und es ist der einzige Markt, der in den letzten Jahren sehr stark gestiegen ist. Es komme 95.000 Gäste nach Tirol, die wichtigen Orte sind Sölden, wo James Bond gedreht wird, Meierhofen u.a. Russen sind also schon ein wichtiges Klientel für uns und wir schauen natürlich mit runzelnder Stirn dem kommenden Winter entgegen. Dadurch, dass der Rubel-Kurs in den Boden gerasselt ist, werden wir Einiges einbüßen müssen. Da wird es wahrscheinlich nur für einige Teile leistbar, nach Tirol zu kommen. Es wird ja ein Minus sein, beziffern können wir es allerdings noch nicht. Einerseits der Rubel-Kurs, andererseits der Ruf der Reiseveranstalter, da viele der Veranstalter im Sommer bankrottgegangen sind. Sanktionen sind bestimmt ein Teil der Gründe geworden, haben aber meiner Meinung nach keinen direkten Einfluss geübt. Wir setzen aber unsere Russland-Kampagne fort, ich hoffe, dass dieser Konflikt bald gelöst wird und dass wir bald zur Normalität zurückkehren.“

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