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23 Dezember 2014, 12:07

Rubel: Anhaltende Aufwärtstendenz?

Rubel: Anhaltende Aufwärtstendenz?

STIMME RUSSLANDS China will Russlands Wirtschaftsprobleme für sich nutzen * Krisenstimmung: Russen überdenken Prioritäten * Minsk und Astana wollen Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt spielen

„Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

Rubel: Anhaltende Aufwärtstendenz?

Der russische Rubel hat sich am Montag gegenüber Dollar und Euro massiv gefestigt. Dadurch legten auch russische Aktien an den Börsen zu und stiegen gestern den ganzen Tag über. Experten führen den Umschwung des heimischen Währungskurses auf stabilisierende Aktivitäten der russischen Notenbank und der Regierung sowie auf äußere Faktoren, und zwar auf den jüngsten Ölpreisanstieg, zurück. Derzeit bemüht sich der Rubel darum, den Aufwärtstrend zu festigen. Wie lange diese Tendenz anhält, wagen die Experten nicht vorauszusagen.

„Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

China will Russlands Wirtschaftsprobleme für sich nutzen

China ist laut Außenminister Wang Yi zwar bereit, Russland notfalls zu unterstützen, meint aber zugleich, dass Russland imstande ist, die jetzigen Wirtschaftsprobleme selbst zu meistern. Peking erklärt immer lauter, mit seiner Hilfe würde Moskau die Krise bewältigen. Hinter dem Ausdruck „strategische Partnerschaft“ steckt aber Experten zufolge die Sorge um die eigene Wirtschaft. Das Wichtigste ist aber, dass China sich darum bemüht, seine Positionen auf dem russischen Markt zu festigen und den Yuan dem Status als Reservewährung weltweit näher zu bringen. Dabei versucht Peking den akuten Bedarf des Nachbarn an Importersatz und an billigen Krediten zur Refinanzierung zum eigenen Vorteil zu nutzen.

„RBC Daily“ (www.rbcdaily.ru)

Krisenstimmung: Russen überdenken Prioritäten

Die Russen bekommen die Wirtschaftskrise zu spüren, ergeben die jüngsten Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der Synovate Comcon GmbH. Preissteigerungen und die Rubelabwertung im vierten Quartal erwiesen sich für sie viel bedeutender als die Kampfhandlungen in der Ukraine. Der zunehmende Pessimismus der Konsumenten lässt im Zeitraum März bis Juni 2015 den Einzelhandel abstürzen, sagte die GfK voraus.

„Kommersant“ (www.kommersant.ru)

Minsk und Astana wollen Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt spielen

Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew hat sich in die Bemühungen zur Beilegung des Konflikts in der Ostukraine aktiv eingeschaltet. Am Montag traf er sich in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko und mit Premier Arseni Jazenjuk. Kurz darauf flog er nach Moskau zu Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Einen Tag zuvor hatte der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, die Rolle eines Vermittlers probiert. Moskau hofft, dass das Heranziehen „vernünftiger Menschen“ zu den Gesprächen mit Kiew eine Verbesserung der Lage zur Folge haben wird. Ukrainische Experten bewerten die Aktivitäten der Staatschefs Weißrusslands und Kasachstans als Versuch, „eine eigene geopolitische Partie zu spielen“.

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