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24 Dezember 2014, 20:29

Die USA kämpfen gegen die Ungeheuer, die sie selbst hervorgebracht haben

Die USA kämpfen gegen die Ungeheuer, die sie selbst hervorgebracht haben

STIMME RUSSLANDS Extremisten, die einst von den US-Amerikanern unterstützt wurden, um dem sowjetischen Einfluss standzuhalten, haben am Ende die USA selbst angegriffen. Der Terroranschlag vom 11. September 2001 ist ein treffendes Beispiel dafür.

Washington hat aber keine Lehre daraus gezogen und finanziert nach wie vor radikale Bewegungen weltweit, um unerwünschte Regimes zum Sturz zu bringen. Dabei verfolgen die USA ihre eigenen wirtschaftlichen und geopolitischen Ziele. Später müssen die USA allerdings diese terroristischen Ungeheuer, die sie selbst hervorgebracht haben, heftig bekämpfen.

Infolge der Einmischung der USA und deren Verbündeten in die Angelegenheiten souveräner Staaten müssen die Letzteren im besten Fall eine schwere sozialwirtschaftliche und politische Krise erleiden. Im schlimmsten Fall verlieren die Länder ihre Staatlichkeit und zerfallen. Das hat schon Libyen erlebt. Der Irak steht am Rande eines endgültigen Zerfalls. Auch Afghanistan erlebt heute schwere Zeiten. Washington scheint sich damit nicht zu begnügen und hält immer noch Syrien im Visier. Vor einigen Jahren unterstützte Washington die syrische Opposition, deren Ziel es war, den legitimen Staatschef abzusetzen. Nun steht Syrien angesichts der US-Antiterroraktionen in Syrien und im Irak unter der Gefahr, von den USA umfassend angegriffen zu werden. Sergej Demidenko, Orientalist am Institut für strategische Einschätzungen und Analyse, berichtet über die Hilfe, die die wichtigsten Verbündeten der USA an die Radikalen geleistet haben.

„Das waren direkte Lieferungen sowie finanzielle und politische Unterstützung, die heute noch geleistet wird. Das liegt klar auf der Hand. Katar, Saudi Arabien und Kuweit sowie gewisse einflussreiche Kreise der Golfstaaten haben zur Entstehung der Terror-Organisationen im Nahen Osten wesentlich beigetragen. Die Vereinigten Staaten ließen das zu und unternahmen enorme Anstrengungen, um die syrische Opposition zu unterstützen. Und aus dieser Opposition ist der Islamische Staat entstanden.“

Leonid Issajew, Politologie-Professor an der Hochschule für Wirtschaft, glaubt, dass der Islamische Staat eine Ausgeburt der US-amerikanischen Außenpolitik sei.

„Die Amerikaner griffen 2001 in Afghanistan ein, jetzt unterstützen sie die syrische Opposition, die gegen Assad kämpft. Das ist ein Projekt der USA. Alle IS-Kämpfer sind auf dem Gewissen der Amerikaner. Der Irak ist zersplittert. Die Kurden leben schon lange in ihrem eigenen Staat. Das ist eine Tatsache. Und es gibt keine Voraussetzungen für eine Wiedervereinigung der Kurden mit dem Irak.“

Moskau hat mehrmals erklärt, dass gegen Terror weltweit nach allgemeingültigen und transparenten Regeln gekämpft werden soll. Doch Washington setzt allerlei Radikalen ein, um die eigene globale Herrschaft aufrechtzuerhalten. Dabei scheint es, gar nicht wichtig zu sein, welchen Preis die Bevölkerung der betroffenen Länder dafür zahlen muss.

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