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27 Juni 2014, 23:36

Gazprom sieht keinen Grund für Änderung von South Stream-Bauterminen

Gazprom sieht keinen Grund für Änderung von South Stream-Bauterminen

STIMME RUSSLANDS Der russische Konzern Gazprom sieht nach Worten seines Vorstandschefs Alexej Miller keinen Grund für eine Änderung der geplanten Bautermine für die South Stream-Gaspipeline. „Die Leitung wird im Dezember 2017 ihre volle Leistung erreichen“, kündigte Miller am Freitag auf einer Pressekonferenz nach der Jahreshauptversammlung der Gazprom-Aktionäre an.

Die Pipeline werde dann durch vier Stränge 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa transportieren.

In dieser Woche hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger erklärt, dass der Bau der Pipeline zeitweilig eingestellt werden soll, bis das Projekt Normen des Dritten EU-Energiepakets angepasst worden ist. Die EU-Kommission besteht darauf, dass der Gasförderer die Pipeline nicht gleichzeitig besitzen darf. Gazprom ist der Ansicht, dass die EU den russischen Konzern somit in Misskredit bringen will.

Miller zufolge sind die im Rahmen des Projekts bereits geschlossenen zwischenstaatlichen Bauabkommen vom Völkerrecht geschützt und nicht einseitig geändert werden können. „Solche Abkommen gibt es mit allen Teilnehmerländern des Projekts… Laut Wiener Konvention über internationale Verträge haben diese Vorrang gegenüber der inneren Gesetzgebung. Das betrifft die Gesetzgebung sowohl einzelner Länder als auch ökonomischer Bündnisse, darunter auch der Europäischen Union“, sagte der Konzernchef.

Über die Gaspipeline South Stream von Russland soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund in bis zu 2.000 Metern Tiefe verlegt. Die geplante Durchsatzkapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs.

Die Leitung soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern. Für den Bau der Landabschnitte der Pipeline im Ausland hatte Russland bereits Regierungsabkommen mit Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn unterzeichnet. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

 

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