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9 September 2014, 09:08

Schwerer Sturm zieht auf über Britannien

Schwerer Sturm zieht auf über Britannien

STIMME RUSSLANDS Es scheint, als könnten sich die Schotten beim Referendum ganz von Großbritannien verabschieden. Das hätte dramatische Folgen für Elizabeths Empire - und würde den Job von Premier Cameron gefährden.

Der historische September 2014 ist angebrochen, und ein Schauer kommt über die nicht schottischen Briten: Die Umfragen, ob "Yes" oder "No" zur Unabhängigkeit, nähern sich dem Stimmengleichstand, ja, zum ersten Mal sieht das renommierte Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer Umfrage für die "Sunday Times" das Yes-Lager der Separatisten um Regierungschef Alex Salmond vor dem No-Lager der Unionisten. 51:49 Prozent für Schottlands Unabhängigkeit – ein Sturm zieht auf über Britannien.

Er könnte einen Flurschaden von ungeahnten Proportionen hinterlassen. Hier geht es nicht nur um die fünf Millionen Schotten. Hier steht die Zukunft Großbritanniens selber auf dem Spiel. Auch die Zukunft Premierminister David Camerons und seiner Regierung. Wenn das Vereinigte Königreich in seiner Amtszeit zerbricht, würde Cameron nicht unbeschadet aus diesem Desaster heraus kommen.

Ein Vorgang von 1782 muss ihm Angst machen. Damals unterlag Premierminister Lord North bei einem Misstrauensantrag im Unterhaus. Die nordamerikanischen Kolonien waren verloren gegangen. Lord North zog die Konsequenzen, er trat zurück. Auch heute hört man es rumoren in der konservativen Partei. Cameron gilt als schwacher Premierminister. Könnte ihm die schottische Unabhängigkeit den Todesstoß versetzen?

Und wie stünde dann Königen Elizabeth II. da? Staatsoberhaupt eines geteilten Landes? Alex Salmond, der Regierungschef in Edinburgh, würde Schottland gerne weiterhin der Krone unterstellt sehen. Aber das ist alles andere als ausgemacht. Jedenfalls schaut die Queen, die zur Zeit im schottischen Balmoral ihre Sommerzeit verbringt, mit wachsender Unruhe auf den 18. September. Eine Verfassungskrise droht. Die Welt

 

 

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